Erfurt: Psychologin zeichnet düsteres Corona-Bild – „sehr besorgniserregend“

Cornelia Betsch, Psychologin und Professorin für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt, forscht zum Thema Corona. (Archivbild)
Cornelia Betsch, Psychologin und Professorin für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt, forscht zum Thema Corona. (Archivbild)
Foto: picture alliance/dpa | Martin Schutt

Erfurt. Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf unsere Psyche aus? Eine Psychologin aus Erfurt versucht, das zu erforschen.

Cornelia Betsch von der Universität Erfurt blickt uns tief in die Seele und führt mit ihrem Team spezifische Corona-Befragungen durch.

Erfurt: Corona bringt uns an unsere Grenzen

Isolation. Seit Monaten. Die andauernde Corona-Pandemie scheint uns an unsere Grenzen zu bringen. Viele hoffen auf die Impfstoffe, wenngleich es auch da etwas hakt derzeit.

+++ Corona in Thüringen: DAS ist die aktuelle Lage! +++

Psychologin Cornelia Betsch aus Erfurt hat mit „Zeit online“ über cie Corona-Pandemie und deren Auswirkungen gesprochen.

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Das ist das Coronavirus:

  • ist SARS-CoV-2 (Abkürzung für englisch: severe acute respiratory syndrome coronavirus 2)
  • gehört zur Familie der Coronaviren, eine Infektion kann neue Atemwegserkrankung Covid-19 verursachen
  • erstmals 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan entdeckt
  • wurde von der WHO am 30. Januar 2020 als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ und am 11. März 2020 als Pandemie eingestuft
  • Infektion erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion und Aerosole

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Erfurt: Druck erreicht Höchststand bei jungen Leuten

Vor allem bei den Jüngeren zwischen 18 und 30 Jahren habe der psychische Druck inzwischen einen absoluten Höchststand erreicht, erklärte die Psychologin.

Sie seien es außerdem, die den Corona-Maßnahmen derzeit lockerer gegenüberständen. Das habe damit zu tun, dass diese Altersgruppe bisher weniger Erfahrung in Krisenzeiten sammeln konnte.

„Das ist angesichts der ansteckenden Virus-Mutanten natürlich eine besonders ungünstige Entwicklung zu diesem Zeitpunkt, und sehr besorgniserregend“, so die Erfurterin.

Aber auch das Verhalten innerhalb der unterschiedlichen Gruppen habe sich verstärkt: Unbekannten gehe man noch mehr aus dem Weg, während man sich vor dem Husten eines Familienmitglieds nicht ekle.

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Erfurt: Pandemie-Müdigkeit breitet sich aus

Um eine Infektion zu vermeiden, seien die bekannten AHA-Maßnahmen nach wie vor das A und O. Die teils aufkommende Pandemie-Müdigkeit dürfe sich nicht weiter ausbreiten. „Pandemie-Müdigkeit geht einher mit weniger Suche nach Informationen zu Corona und einer nachlassenden Risiko-Wahrnehmung“, warnt die Psychologin gegenüber der „Zeit Online“.

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Nach wie vor heißt es also: Einen kühlen Kopf bewahren und die notwendigen Maßnahmen so lange einhalten, bis der Spuk ein Ende hat. (ali)