Erfurt: ER setzt sich fürs Rad und ÖPNV ein: „Wollen wir weiterhin die Stadt zuasphaltieren?“

Der neue Beigeordnete der Stadt Erfurt für Bau, Verkehr und Sport hat einige Pläne die vor allem den ÖPNV und die Fahrradsituation in der Stadt betreffen.
Der neue Beigeordnete der Stadt Erfurt für Bau, Verkehr und Sport hat einige Pläne die vor allem den ÖPNV und die Fahrradsituation in der Stadt betreffen.
Foto: IMAGO / Karina Hessland

Erfurt hat ab Montag einen neuen Beigeordneten für die Rubriken Bau, Verkehr und Sport.

In einem Gespräch zwischen einem Pressesprecher der Stadt Erfurt und dem Politiker Matthias Bärwolff verrät dieser, was auf die Hauptstadt Thüringens zukommen wird.

Erfurt: Mit der Schule fängt's an

„Meine oberste Priorität heißt Schulsanierung“, macht Bärwolff direkt zu Beginn klar. Ausgleichsquartiere müssten geschaffen und Fördermittel beantragt werden. Dann geht es auch schon weiter – und zwar mit der Infrastruktur.

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Das ist Erfurt:

  • ist die Landeshauptstadt von Thüringen
  • im Dezember 2019 hatte Erfurt knapp 214.000 Einwohner
  • im Erfurter Dom wurde Martin Luther zum Priester geweiht
  • hat 53 Stadtteile
  • seit 2006 ist Andreas Bausewein (SPD) amtierender Oberbürgermeister

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Erfurt: Bärwolff setzt auf ÖPNV und das Rad

Auch dazu hat Bärwolff klare Vorstellungen. So antwortet er auf die Frage: „Müssen eigentlich die Autofahrer vor Ihnen Angst haben?“ mit „Nein, aber es steht einfach die Frage: Wollen wir weiterhin die Stadt zuasphaltieren? Oder kriegen wir eine Verkehrswende hin, die ein Leben ohne eigenes Auto möglich macht?“

Bärwolff spricht von Mobilität innerhalb der Stadt. Er möchte die Bewohner dazu motivieren, mehr öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und das Auto öfter mal stehen zu lassen, um Stau zu vermeiden. „Jetzt müssen wir Strukturen schaffen, damit die Leute sagen, ich steige dauerhaft um aufs Rad. Und wenn das nicht geht, muss der ÖPNV einspringen“, so Bärwolff.

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Erfurt: ÖPNV, „das Rückgrat für Mobilität“

Inwieweit und wie schnell seine Pläne umsetzbar sind, darf nun abgewartet werden. Freunde des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Rades dürfen sich nun über einen zukünftigen Ausbau freuen.

Denn für Bärwolff steht fest, dass der ÖPNV nicht wegzudenken ist. „Der muss das Rückgrat für Mobilität sein, dass die Leute rund um die Uhr von A nach B kommen“, äußerte er gegenüber der Stadt Erfurt.

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Im Netz auf Facebook, wo das Interview gepostet wurde, scheint der ein oder andere Bewohner jedenfalls schon einmal überzeugt. „Hört sich doch ganz gut an. Jedenfalls weiß der Mann, wovon er spricht“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer kommentiert: „.Auf zur besseren Mobilität in & um Erfurt.“

Streng genommen hat das ja auch nur wieder Vorteile für den Autoliebhaber: weniger Stau. (ali)