Bodo Ramelow räumt Versäumnisse in der Corona-Krise ein – „Es war ein schwerer Fehler“

Bodo Ramelow gibt Versäumnisse in der Corona-Pandemie zu.
Bodo Ramelow gibt Versäumnisse in der Corona-Pandemie zu.
Foto: dpa

Gerade zu Beginn der Corona-Krise sind viele Entscheidungen seitens der Bundesregierung getroffen worden, die mit zeitlichem Abstand vielleicht nicht immer die klügsten Entscheidungen waren. So sieht es zumindest Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

Bodo Ramelow hat „schwere Versäumnisse“ in der Corona-Pandemie eingeräumt.

Bodo Ramelow räumt Versäumnisse während der Corona-Krise ein

Denn seiner Meinung nach hätte ein nationaler Krisenstab einberufen werden sollen, der wichtige Entscheidungen trifft. Und nicht die Ministerpräsidenten selbst.

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„Es war ein schwerer Fehler, dass wir als Ministerpräsidenten geglaubt haben, dass wir das besser steuern können. Das hätte ein nationaler Krisenstab machen müssen. Die Ministerpräsidenten hätten die Aufgaben gehabt, dass umzusetzen, was umzusetzen ist. Die Einteilung in systemrelevant und nicht-systemrelevant war im Kern nur Ausdruck des Herantastens an Lösungen, bei denen wir uns der ganzen Komplexität des Problems am Anfang gar nicht bewusst waren.“

Bodo Ramelow gibt sich kritisch im Gespräch

Im Gespräch am Tag der Deutschen Einheit im Altenburger Rathaus zum Thema „Wie weiter nach Corona?“ fand Ministerpräsident Bodo Ramelow deutliche Worte zum Umgang mit der Krise.

Zudem sei es seiner Meinung nach auch Schwachsinn gewesen, dass es in jedem Bundesland eigens geregelt wurde, wann „ein Baumarkt auf hat, wann sie geschlossen sind“. Das hätte Wanderbewegungen der Menschen zwischen den Bundesländern gefördert.

Rückgang von Erkrankungen macht ihn froh

Er sei froh, dass es mittlerweile einen Rückgang der Erkrankungen gebe, auch wenn die Infektionen weiterhin hoch seien. Das sei der Weg in ein geändertes, aber wieder normales Leben.

Das ganze Gespräch findest du >>> hier. (fb)