Erfurt: Streit um Partylärm geht weiter – nun haben SIE genug

Der Streit um den Partylärm in Erfurt geht in die nächste Runde. (Symbolbild)
Der Streit um den Partylärm in Erfurt geht in die nächste Runde. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / ULMER Pressebildagentur

Erfurt. In Erfurt ist der Streit um andauernden Partylärm ein ständiges Thema. Dabei steht das Dilemma auf dem Plan, das es in vielen Städten gibt: Der Drang der feierliebenden Jugendlichen gegen die Nachtruhe der Anwohner.

In Erfurt wurde diese Auseinandersetzung allerdings auf eine neue Ebene gehoben. So landeten die Belange der Einwohner kürzlich vor dem Ordnungsausschuss.

Erfurt: Verbot für elektronische Musik in der Nacht

Der Ärger um den nächtlichen Lärm in Erfurts Straßen scheint nicht abzureißen. Nachdem einige schlaflose Anwohner eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen haben, sind es nun die Jugendlichen, die von ihrer Seite aus Druck machen.

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Laut „Thüringer Allgemeine“ sprach sich Ordnungsdezernent Andreas Horn bereits vor einigen Wochen für ein „Verbot elektronisch verstärkter Musik in den Nachtstunden“ aus. Während sich die betroffenen Anwohner bereits auf ruhige Nächte in ihrer Wohngegend gefreut hatten, setzten die Jugendlichen in Erfurt zu einer Kampfansage an. Nun ist der Vorschlag des CDU-Politikers vor dem Ordnungsausschuss gescheitert.

Dennoch sehen sich viele Studenten und junge Menschen in ihrer Freiheit beraubt. Besonders nach den Strapazen der letzten Monate sehnen sich die Jugendlichen nach der freien Zeit mit ihren Freunden. Dazu ziehen sich viele Gruppen in Parks zurück, selbst bei den mittlerweile kalten Temperaturen am Abend.

„Mit der Satzungsänderung würde ein Zeichen gesetzt, dass Jugendliche in der Innenstadt nur akzeptiert werden, wenn sie angepasst und ruhig sind“, ärgert sich die Vertreterin einer Jugendorganisation aus Erfurt.

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Erfurt: Jugend- und Kulturvereine einer Meinung

Andere Vereine und Kulturstiftungen schlagen sich auf die Seite der jungen Menschen. Laut „Thüringer Allgemeine“ würden vor allem die Jugendlichen bei Fragen zur Stadtplanung und sonstigen Aktionen ausgelassen werden.

Weitere Hintergründe liefert der Artikel der „Thüringer Allgemeine“. (neb)