Erfurt: Neue Brücke soll einiges einfacher machen – aber nicht allen gefällt's „so ein Unsinn“

In Erfurt wurde die 257. Brücke fertiggestellt. (Symbolbild)
In Erfurt wurde die 257. Brücke fertiggestellt. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Karina Hessland

In Erfurt gibt's – mal wieder – eine neue Brücke. Seit dem 21. Oktober ziert sie die Stadt.

An dem millionenschweren Projekt erfreuen sich allerdings nicht alle Bewohner. Auf die Pressemitteilung der Stadt reagieren einige Menschen aus Erfurt gereizt.

Erfurt: Dieses Projekt kostet Millionen

Rund 44 Tonnen Baustahl, 85 Kubikmeter Stahlbeton und zehn Tonnen Betonstahl – fertig ist die neue Brücke, die künftig beide Schulgebäude der Jenaplan Schule miteinander verbindet. Ganz so einfach war es jedoch nicht.

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Schließlich soll das Bauwerk für die nächsten Jahrzehnte bestehen und Hochwassern sowie anderen Naturgewalten trotzen. Die rund 36 Meter lange Brücke mit einer nutzbaren Breite von 2,20 Metern ist die 257. Brücke in Erfurt. Insgesamt hat die Stadt 900.000 Euro in das Bauvorhaben investiert, davon stammen 770.000 Euro aus Städtebaufördermitteln von Bund und Land.

„Funktional, aber auch gestalterisch soll die Brücke das Umfeld aufwerten: Das schlanke, bogenförmige Stahltragwerk fügt sich in Sichtweite der historischen Karlsbrücke harmonisch ein“, erklärt die Stadtverwaltung.

Besonders für die Schulkinder sei die Brücke ein großer Vorteil auf dem Schulweg. Auch Fahrradfahrer dürften sich freuen. Mit dem Brückenbau wird nämlich auch das letzte Stück des neuen Gera-Radwegs in Richtung Nordbad komplettiert. Wirft man einen Blick in die sozialen Netzwerke entsteht allerdings schnell der Eindruck, dass sich nicht alle Bewohner über das neue Bauwerk in Erfurt freuen.

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Unter der Pressemitteilung auf Facebook kommentiert ein Nutzer: „Ich war als Kind auf beiden dieser Schulen und bin direkt am Nettelbeckufer aufgewachsen. Wir sind nie auf die Idee gekommen, dass der Weg zu lang ist. Ich finde diese Brücke halt nur unnötig.“ Andere Erfurter bewerten das Bauprojekt ebenfalls eher kritisch. „60 Meter weiter ist die Karlsbrücke. So ein Unsinn“, ärgert sich ein Anwohner. (neb)

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