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Erfurt: Florenz und Venedig können einpacken – in DIESEM Punkt ist die Krämerbrücke unschlagbar

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Die Krämerbrücke Erfurt ist auch außerhalb der Stadt bekannt.

Erfurt. 

Die Krämerbrücke ist weit über die Stadtgrenzen von Erfurt hinaus bekannt. Ob vom Krämerbrückenfest oder einfach die Optik, die Brücke ist ein Hingucker.

Und davon ab sticht die Krämerbrücke in Erfurt in bestimmten Kategorien sogar monumentale Bauwerke wie die weltberühmte Rialto-Brücke in Venedig oder die Ponte Vecchio in Florenz aus.

Krämerbrücke in Erfurt sticht weltberühmte Brücken in manchen Punkten aus

120 Meter lag, 32 Gebäude stehen auf ihr, sie ist bewohnt seit ihrer Eröffnung von 1325: Fakten, die kaum ein anderes Brückenbauwerk der Welt so verzeichnen kann.

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Sie gilt außerdem als längste, durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke in Europa. Zum Vergleich: Die Ponte Vecchio misst 95 Meter, die Rialto-Brücke gerade mal 48 Meter.

Häuser auf der Brücke gehören fast alle der Stadt

Bis auf vier Stück gehören alle Häuser auf der Krämerbrücke der Stadt Erfurt, unten sind Geschäfte, im Obergeschoss Wohnungen. „Die Stadt wählt aus, wer mit welchem Handwerk oder Geschäft dort einziehen darf, und verlangt nur um sieben Euro Miete pro Quadratmeter“, erklärt Kristin Luther, Angestellte der thüringischen Landeshauptstadt und für die Verkaufsförderung zuständig, gegenüber der „Welt“.

Ihr Nachname kommt übrigens nicht von ungefähr: Kristin Luther stammt in der 14. Generation von Martin Luther ab. Da der Reformator in Erfurt studierte, wird auch er öfter mal über die Krämerbrücke flaniert sein. Ein weiterer historischer Pluspunkt für die Brücke.

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Das ist die Stadt Erfurt:

  • wurde 724 erstmals urkundlich erwähnt
  • Landeshauptstadt von Thüringen, mit 214.000 Einwohnern auch die größte Stadt
  • Sehenswürdigkeiten: Krämerbrücke und Erfurter Dom
  • Oberbürgermeister ist Andreas Bausewein (SPD)

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Spaziergänger „sehen“ nur einen einzigen Nachteil

Der einzige Nachteil, wenn man ihn so nennen sollte, der Krämerbrücke: Spaziergänger merken teilweise gar nicht, dass sie über eine Brücke flanieren. Durch die vergleichsweise dichte Bebauung ist die Sicht auf den Fluss Gera verdeckt, Besucher kriegen eher das Gefühl durch eine normale Häusergasse zu spazieren.

Der Name der Brücke ist übrigens entstanden, als sich im 16. Jahrhundert immer mehr Handwerker dort angesiedelt haben. Vorher hatte die Brücke keinen offiziellen Namen. (fb)