Erfurt: Dicke Klatsche für die Kartoffelhalle – jetzt haben die Betreiber die Nase voll

Immer noch ist kein Geld für die Sanierung der Kartoffelhalle da. Die Betreiber wollen die Angelegenheit jetzt selbst in die Hand nehmen. (Archivbild)
Immer noch ist kein Geld für die Sanierung der Kartoffelhalle da. Die Betreiber wollen die Angelegenheit jetzt selbst in die Hand nehmen. (Archivbild)
Foto: IMAGO / VIADATA

Erfurt. Man darf es den Eishockeyfans in Erfurt verzeihen, wenn sie nicht mehr so richtig daran glauben wollen. Seit 25 Jahren müssen sie sich mit der Sanierung ihrer Kartoffelhalle gedulden. Und immer noch – das hat Oberbürgermeister Andreas Bauswein jetzt klargestellt – ist wenig Hoffnung in Sicht.

Dabei sollten 2021 und 2022 zwei große Sanierungsmaßnahmen an der Eishalle durchgeführt werden. Dafür brauchte es aber Kohle vom Land. Und auf die kann die Stadt Erfurt wohl noch lange warten.

Erfurt: Dicke Klatsche für die Sanierungsarbeiten in der Kartoffelhalle

Weder die Dachsanierung noch die Umrüstung der Beleuchtungsanlage in der Kartoffelhalle seien durch das Land als dringend erforderlich bewertet worden, zitiert die „Thüringer Allgemeine“ den Erfurter Oberbürgermeister. Deshalb wären sie als „niedrig priorisiert“ eingeordnet worden – und damit gibt’s kein Geld im Sinne einer Landesförderung.

Letztes Jahr hat es die Stadt auch beim Bund mit einem Förderantrag versucht. Den hatte sie aber zu spät eingereicht und somit ist nicht einmal das Antragsverfahren angelaufen.

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Die Kartoffel-Halle in Erfurt:

  • Befindet sich im Eissportzentrum an der Arnstädter-Straße
  • Eishalle mit 60 mal 30 Metern Eisfläche
  • Heimspielstätte der „Black Dragons Erfurt“
  • Fassungsvermögen von 1.200 bis 1.500 Zuschauern

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Vor gut zwei Jahren hatte die Stadt bekannt gegeben, in die Eishockeyhalle investieren und ihr eine Zukunft geben zu wollen. Seitdem sind etwa 300.000 Euro in die Planung geflossen. Fliegen die jetzt zum Fenster raus?

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Zumindest nicht, wenn es nach dem Erfurter Sportstättenbetrieb geht. Dort hat man mittlerweile die Nase gestrichen voll und will die Sache selbst in die Hand nehmen. Sportstättenbetriebschef Jens Batschkus sagte der „Thüringer Allgemeinen“, dass man das Dach in der Kartoffelhalle jetzt mit Eigenmitteln sanieren wolle. Damit soll das Thema Brandschutz endlich geklärt werden. Auch die Beleuchtung soll 2023 erneuert werden. (bp)