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Erfurt: Zerstörungswut ausgerechnet HIER! Stadt ist außer sich

Erfurt: Zerstörungswut ausgerechnet HIER! Stadt ist außer sich

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© Stadtverwaltung Erfurt /Jens Düring

Das ist Thüringens Landeshauptstadt Erfurt

Erfurt ist die Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen. Sie ist mit 214.000 Einwohnern die größte Stadt des Bundeslandes. Erfurt wurde im Zusammenhang mit der Errichtung des Bistums im Jahr 742 erstmals urkundlich erwähnt.

Erfurt. 

Die Verantwortlichen der Stadt Erfurt sind sauer.

In einem kleinen Wäldchen am Petersberg haben Unbekannte eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Etwa 30 Bäume sind komplett zerstört, heißt es von der Stadt. Erst vor kurzem hatte an der Stelle das Umweltamt in Erfurt neue Bäumchen gepflanzt, um den Bestand zu stabilisieren. Der Grund für den Vandalismus lässt einfach nur den Kopf schütteln.

Erfurt: Unbekannte zerstören etwa 30 Bäume

„Es ist traurig zu sehen, dass die Anstrengungen für den Erhalt der letzten zusammenhängenden Waldflächen der Innenstadt dadurch torpediert werden, dass irgendjemand Bäume ausreißt, die Schutzhüllen zerstört und einen illegalen Rad-Trail mitten in der Pflanzfläche anlegt“, sagt Umweltsamt-Chef Jörg Lummitsch.

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Das ist der Petersberg:

  • etwa 231 Meter hoch gelegene Erhebung im Zentrum Erfurts
  • Gelände eines früheren Benediktiner-Klosters, das auch als Unterkunft für deutsche Kaiser und Könige diente
  • wurde Mitte des 17. Jahrhunderts zu einer Stadtfestung, der Zitadelle Petersberg, ausgebaut
  • die Zitadelle, eine weitgehend erhaltene barocke Stadtfestung, ist sternenförmig angelegt
  • seit 1990 wird die Anlage aufwendig saniert
  • für die Bundesgartenschau (Buga) 2021 soll das Gelände umgebaut sein

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Die Unbekannten hatten nach ihrer Fäll-Aktion offenbar kleine Schanzen und Pfade angelegt. Jetzt klaffen riesige Löcher im kleinen Waldstück. Das Umweltamt befürchtet, dass sie sich nicht mehr von alleine schließen könnten.

Ökologischer Schaden am Waldstück in Erfurt ist immens

Das kleine Waldstück hatte zuvor unter dem Klimawandel stark gelitten. Viele Bäume sind abgestorben, darunter Robinien und Ahorne. Mit einer Baumplfanzaktion hat man seitens der Stadt versucht, dem entgegenzuwirken. Jetzt scheint alle Mühe vergebens gewesen zu sein.

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Jedenfalls stellen sich die Verantwortlichen jetzt auf eine komplizierte Nachbepflanzung ein. Das Amt möchte jetzt versuchen, Wege zu dem Waldstück zu versperren, damit Vandalen es in Zukunft nicht mehr so leicht haben, sich an den Bäumen zu schaffen zu machen. (bp)