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Erfurt: Chefin von Promi-Lokal plaudert aus dem Nähkästchen – „Darf man nicht verraten“

In gut anderthalb Jahren hat der „Platzhirsch“ in Erfurt schon etliche Promis bedient. Im Thüringen24-Gespräch plaudert die Chefin aus dem Nähkästchen.

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Geplant war das sicher nicht. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – hat sich der „Platzhirsch“ am Wenigemarkt in Erfurt zu einem echten Promi-Magneten entwickelt. Und das gerade einmal nach etwas mehr als anderthalb Jahren nach der Eröffnung.

Zum Jahresende resümiert Restaurantleiterin Gabi Scinardo-Ratto über die ersten gut anderthalb Jahre des Erfurter Lokals. Im Thüringen24-Gespräch offenbart sie, warum manche ihrer Stammgäste eine ganz besondere Käsebemme verdient haben – und warum ein bestimmter Promi-Cocktail ihrem Team noch in bester Erinnerung ist.

Erfurter Restaurant-Chefin packt aus

„Im Grunde genommen ist das Highlight, dass das unglaublich schnell angenommen wurde“, erklärt Scinardo-Ratto. „Wir haben ja keinerlei Werbung gemacht. Ganz im Gegenteil. Wir haben einfach die Tür aufgemacht – und nach einem halben Tag Anlauf war es fast immer alles ausgebucht.“

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Klar auch im „Platzhirsch“ verlief nicht immer alles reibungslos – das Konzept kam bei der Kundschaft aber offensichtlich schnell an. Dabei ist es eigentlich gar nicht so kompliziert. Das Restaurant wollte sich mit frischer, gut bürgerlicher Hausmacher-Küche behaupten – zum Teil neu interpretiert. Damit traf Küchenchef Christoph Dürer offenbar den Geschmack sowohl von Touristen als auch von alteingesessenen Puffbohnen. „Wir haben natürlich auch Glück mit dem wunderschönen Platz hier, haben aber mittlerweile auch sehr viele, sehr gute und liebgewonnene Stammgäste“, erklärt Scinardo-Ratto.

„Das darf man dem Küchenchef natürlich nicht verraten“

Nun ist es aber in Thüringen bekanntermaßen üblich, dass eine Hand die andere wäscht. Und so kam es, dass der „Platzhirsch“ etwas unverhofft dann doch Social-Media-Kanäle bekam. „Ungefragt“, wie die Restaurantleiterin betont. Sie erinnert sich: „Wir haben gerade aufgemacht und für eine Achter-Gruppe die Tische zusammengeschoben. Die haben uns dann gesagt: ‚Ihr habt noch nicht einmal einen Google-Account, wir würden uns den jetzt mal erstellen‘. Die waren auch total zuckersüß und kommen heute noch. Manchmal auch nach Küchenschluss und bekommen eine Käsebemme geschmiert“, lacht sie.

„Das darf man dem Küchenchef natürlich nicht verraten, dass man ab und zu in die Küche geht, um ein Käsebrot zu schmieren.“

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„Platzhirsch“-Leiterin Gabi Scinardo-Ratto freut sich mit ihrem Küchenchef Christoph Dürer über den Zuspruch der Erfurter. Foto: Redaktion

„Es ist vielleicht auch manchmal gut, dass man zum Beispiel im Winter so klein ist“, erklärt die Scinardo-Ratto. „So kann man jedes kleine Detail selbst machen. Ob das mal eine schnelle Vanillesauce ist oder ein Hefekloß oder was auch immer.“ Die Erfurter Mundpropaganda war jedenfalls schnell auf der Seite des jungen Restaurants. Und so kam es wohl auch, dass sich schon im ersten Geschäftsjahr immer wieder verschiedene Promis in das kleine Lokal „verirrten“. Manchmal brauchte es dafür aber eine – wenn auch winzig kleine – Überzeugungsleistung. Wie zum Beispiel „Babylon Berlin“-Star Benno Fürmann.

„Wir haben es einfach gegoogled“

„Den hatte eine Bedienung von uns einfach angequatscht“, erinnert sich die Restaurant-Chefin. „Sie hat im gesagt: ‚Du bereust es nicht, wenn du hier isst!‘ Und er hat es nicht bereut!“ Mit einem Augenzwinkern ergänzt sie aber auch: „Die Regel ist es aber natürlich nicht, dass wir Leute anquatschen.“

Die meisten Promis bekämen die Empfehlung wohl über ihre Manager, vermutet sie. „Die Agenturen und Film-Crews kennen das und gehen selbst hierher und empfehlen das dann. Den Besuch der ‚Chippendales‘ hat auch die Agentur gemacht. Das war eigentlich auch eine lustige Runde.“ Der Espresso-Martini, den die Jungs an diesem Abend offenbar mehr als einmal genossen, ist bei der Belegschaft noch heute legendär (mehr über den Besuch liest du hier). „Auf der Karte war der nicht, aber wir haben es einfach gegoogelt und gemacht“, erklärt die Restaurant-Chefin. Ob es denn geschmeckt hätte?


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„Ja, aber selbst wenn nicht, ich hätte es nicht verstanden“, lacht sie. „Nein, wir haben das, denke ich, ganz gut hingekriegt.“