Veröffentlicht inErfurt

Erfurterin macht traurigen Fund in der Gera! „Musste zwei Mal hingucken“

Eine Erfurterin machte in der Gera einen ungewöhnlichen Fund – und hatte zum Glück eine Kamera dabei. Die Entdeckung hat einen traurigen Hintergrund.

erfurt
© Privat / Montage: Thüringen24

Was du über die Stadt Erfurt wissen solltest

In diesem Video stellen wir dir die thüringische Hauptstadt vor.

Was einem in Erfurt nicht so alles begegnet! Eine Anwohnerin machte auf einem Spaziergang jedenfalls einen bizarren Fund – und hatte zum Glück eine Kamera mit dabei.

Wie sich später allerdings herausstellen sollte, hat die Entdeckung einen traurigen Hintergrund. Thüringen24 hat die Bilder von einem Experten begutachten lassen. Was er zu sagen hatte, ist bitter.

Erfurterin macht seltsamen Fund in der Gera

Dani Kadner dokumentiert ihre Stadt gerne mit der Kamera. Auf ihren Streifzügen durch Erfurt schießt sie immer wieder beeindruckende Bilder und wird dafür von der Facebook-Gemeinde gefeiert. Am Donnerstag (11. April) bekam sie aber etwas mehr als Ungewöhnliches vor die Linse. Direkt gegenüber der Kanustation an der Gera sah sie etwas im Wasser treiben, das sie an dieser Stelle so überhaupt nicht erwartet hatte.

+++ Erfurt: Anzeigenhauptmeister 2.0? Stadt macht irre Beobachtung +++

„Ich musste zwei Mal hingucken“, schreibt sie zu ihrem Beitrag in einer öffentlichen Erfurter Facebook-Gruppe. Kein Wunder: schwamm da doch allem Anschein nach eine echte Wasserschildkröte durch die Gera. „Es war eine echte, lebendige Schildkröte, die sich in der Sonne gewärmt hat“, betont sie. Dass die Reptilien aber in dem Gewässer heimisch sein sollen, wäre ihr neu.

  • erfurt
  • erfurt
  • erfurt

Thüringen24 hat die Bilder von einem Experten des NABU-Thüringen begutachten lassen – und bekam wenig später Antwort. Wie sich herausstellt, lag Dani mit ihrer Einschätzung gar nicht so daneben.

Experte deutlich: „Einfach ausgesetzt“

„Ja, das ist ein Beispiel, warum jetzt der Handel mit der amerikanischen Buchstabenschildkröte verboten wurde“, erklärt Andreas Martius. Er ist Vorsitzender beim NABU Kreisverband Gera-Greiz. „Die Tiere werden im Zoohandel billig und sehr klein gekauft und dann, wenn sie größer sind, einfach ausgesetzt. In Großstadt nahen Teichen gibt es da schon große Populationen.“


Mehr News:


Ohne Konsequenzen bleibt das Aussetzen dabei nicht. Im Gegenteil. Weltweit habe das zum Teil verheerende Auswirkungen auf die Artenvielfalt. „Nordamerika hat die größte Diversität an Wasserschildkröten und die kommen bei uns gut zurecht und werden auch alt“, so Martius.