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Erfurterin platzt nach Entenrennen der Kragen! „Unter aller Würde“

In Erfurt gab es nach dem Entenrennen in diesem Jahr nicht nur Grund zur Freude. Viele Teilnehmer sind frustriert und finden einen großen Kritikpunkt.

Erfurt
© imago images / Karina Hessland

Was du über die Stadt Erfurt wissen solltest

In diesem Video stellen wir dir die thüringische Hauptstadt vor.

Am Wochenende stand es wieder an: Zum 27. Mal rasten am Samstag (13. April) die Enten der Erfurter im traditionellen Entenrennen von Erfurt die Gera hinunter. In diesem Jahr war das Ende des Rennens allerdings für einige Teilnehmer nicht so erfreulich.

Dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle. Auf Social Media häufen sich die Beiträge und viele Erfurter sind unzufrieden.

Erfurt: Chaos beim Entenrennen

Eigentlich soll das jährliche Entenrennen eine Aktion sein, die Freude bereitet und allen Beteiligten positiv in Erinnerung bleibt. Nicht jeder hat die diesjährige Veranstaltung in Erfurt allerdings in guter Erinnerung. Was im Kopf bleibt, ist vor allem eine Sache.

Und zwar das Organisationschaos nach dem Rennen. Bei Facebook haben sich bereits mehrere Teilnehmer des Rennens zu Wort gemeldet. Im Fazit eines Facebook-Nutzers heißt es: „Ich fand es sehr unorganisiert, wie der Ablauf der Entenabholung gestaltet war.“ Einige teilen seine Ansicht. Eine Mutter aus Erfurt zum Beispiel. Sie erklärt ihre Situation rund um das Rennen.

Erfurter suchen ihre Enten

Das Problem vieler Menschen plagt auch sie: Ihre Ente ist weg! „Wir suchen unsere Ente. Leider konnten wir sie im Wasser nicht retten und in dem Trümmerhaufen bei der Abholung lag sie nicht (mehr). Es ist wirklich mies von Leuten, einfach die Ente eines 12-Jährigen mitzunehmen, der sich mit seinem Papa unfassbar viel Mühe gegeben hat, diese zu gestalten! Wir haben uns extra bei der Abholung ewig angestellt, um sie mit nach Hause zunehmen, um dann festzustellen, dass sie anscheinend geklaut wurde!“ Die Organisation der Abholung der Enten sei miserabel gewesen.

Erfurt
Liebevoll gestaltete Enten wie diese gab es in Erfurt viele. Einige werden vielleicht nie wieder zu ihrem Besitzer zurückkehren. Foto: Privat

„Zur Abholung muss ich sagen: Es war unter aller Würde, die Enten einfach in einen Kieshaufen zu schmeißen und dort seine Ente zu suchen. Alle sind über die Enten gelaufen, haben davor getreten, manche wurden geschmissen.“ In den Kommentaren versteht nicht jeder die Wut. Jemand ist anderer Meinung: „Sobald man die Ente am Start abgibt, gehört sie einem nicht mehr. Ist klar in den Statuten der Veranstaltung geregelt. Da sind 3.000 Enten, die im Ziel ankommen.“

Erfurt: Viele beklagen sich über die Vermissten

Nichtsdestotrotz ist die Frustration auch bei anderen Erfurter groß. Es wurde sogar schon eigens für die vermissten Enten eine Facebook-Gruppe erstellt. Dort teilen viele das Schicksal ihrer Rennteilnehmer.

Vermisstenanzeigen wie diese gibt es oft: „Leider wird schmerzlichst diese Ente gesucht. Wir haben uns extra 14.30 Uhr angestellt und dann versucht, unsere Enten wieder zu finden. Diese aber blieb leider verschollen und war nicht mehr auffindbar.“ Ein Statement der Stadt Erfurt kursiert ebenfalls in der Gruppe, die das Schicksal der verlorenen Enten aufklärt. Hätte man das nicht anders organisieren können?


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Dort heißt es: „Leider wurden die Enten, die nach der Rückgabe im Hof von Hans im Glück noch übrig waren, bereits entsorgt. Es ist das erste Mal, dass eine Rückgabe der Enten organisiert wurde. So ganz reibungslos hat das noch nicht funktioniert, es gibt aber schon eine Idee für das nächste Jahr, die hoffentlich besser funktioniert.“ Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr mehr Enten wieder zurück in ihre heimischen Neste finden.