Zieht Thügida Anti-Merkel-Demo in Jena zurück? - Gegenprotest

Polizisten bei einer früheren Thügida-Demo in Jena. Zum Besuch von Angela Merkel wird es wieder Kundgebungen geben.
Polizisten bei einer früheren Thügida-Demo in Jena. Zum Besuch von Angela Merkel wird es wieder Kundgebungen geben.
Foto: Jan-Henrik Wiebe
  • Polizei geht davon aus, dass Thügida-Demo in Jena nicht stattfindet
  • Thügida selbst kündigt Klage an
  • Thügida will notfalls AfD unterstützen

Nach dem Verbot der Thügida-Demo gegen den Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitagabend in Jena hat das rechte Bündnis bislang noch keine Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Das teilte die Polizei am Mittag mit. Die Beamten gingen daher zunächst davon aus, dass nur die Versammlung der Jungen Alternative stattfindet.

Thügida kündigt weiterhin Klage an

Von Thügida selbst gab es wenige Stunden vorher jedoch gegensätzliche Signale. Auf ihrer Facebook-Seite schrieb die Gruppe: „Der Antrag wird noch ausgearbeitet und geht dann umgehend zum Gericht.“ Ob dies tatsächlich passiert, war zunächst noch offen. Unabhängig vom Ausgang der juristischen Auseinandersetzung rief Thügida seine Anhänger dazu auf, die Demo der AfD-Jugendorganisation zu unterstützen.

Aktionsnetzwerk kündigt Gegendemo in Jena an

Am Freitagmittag kündigte das „Aktionsnetzwerk gegen Rechts Jena“ eine Gegendemo ein. Treffpunkt ist um 16 Uhr auf dem Ernst-Abbe-Platz, unweit des Carl-Zeiss-Platzes. Mit Bezug auf die Kundgebung von AfD und vielleicht auch Thügida schreiben die Organisatoren: „Wir werden dagegenhalten! Keine Toleranz der Intoleranz!“

Angela Merkel kommt am Abend nach Jena

Am Freitagabend kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Jena zur CDU-Regionalkonferenz. Daraufhin meldeten Thügida und die Junge Alternative Kundgebungen an. Die Stadt Jena untersagte schließlich die Thügida-Demo am gleichen Standort und begründete dies mit Platzmangel. Einen Alternativvorschlag aus dem Rathaus lehnte Anmelder David Köckert ab und kündigte eine Klage an.