Anlagebetrug in Millionenhöhe: Zwei Thüringer stehen vor Gericht

Zwei Männer aus Thüringen stehen vor Gericht, weil sie mit dem Geld von Anlegern spekuliert haben. (Symbolbild)
Zwei Männer aus Thüringen stehen vor Gericht, weil sie mit dem Geld von Anlegern spekuliert haben. (Symbolbild)
Foto: Jens Wolf Wolf/dpa
  • Zwei Männer aus Thüringen in Görlitz wegen Anlagebetrugs vor Gericht
  • Vorwurf: banden- und gewerbsmäßiger Betrug
  • Weitere Verhandlungstermine geplant

Zwei Thüringer müssen sich wegen Anlagebetrugs in Millionenhöhe vor dem Landgericht Görlitz verantworten. Der Prozess gegen die 46 und 45 Jahre alten Männer aus Jena und Vacha begann am Dienstag.

Ihnen werden banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Laut Anklage sollen sie von 2009 bis 2011 mit Renditeversprechen zwischen 1 und 1,5 Prozent im Monat 116 Anleger in ganz Deutschland getäuscht und von ihnen mehr als zwei Millionen Euro kassiert haben.

Mit Geld spekuliert

Anders als versprochen legten die Angeklagten das Geld laut Staatsanwaltschaft nicht bei namhaften Investmenthäusern und Großbanken an, sondern verwendeten es für Provisionen, Spekulationsgeschäfte und den Eigenbedarf. Etwa 1,1 Millionen Euro zahlten die Angeklagten als Renditen und Kapitalrückzahlungen aus.

Weitere Verhandlungstermine geplant

Für den Prozess sind weitere neun Termine bis 22. März geplant; er soll am 17. Januar fortgesetzt werden. Nach Angaben eines Gerichtssprechers ist ein Rechtsgespräch beantragt, um nach einer Lösung beziehungsweise einen Kompromiss außerhalb der Hauptverhandlung zu suchen.

Haftstrafen für Bankangestellte

Es ist bereits das dritte Verfahren im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Anlagebetrugs. Ein Prozess gegen zwei Männer aus Berlin und Leipzig war im Oktober 2016 gegen Geldzahlungen und Arbeitsauflagen eingestellt worden, da sie selbst von ehemaligen Bankern aus London betrogen wurden. Die Drahtzieher - frühere Bankangestellte - waren zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.