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Aufstieg! Carl Zeiss Jena kämpft sich in die 3. Liga

Carl Zeiss Jena gegen Viktoria Köln
Foto: Jan-Henrik Wiebe
  • Carl Zeiss Jena gegen Viktoria Köln – Rückspiel um den Aufstieg
  • FCC löst Ticket für die 3. Liga trotz Niederlage
  • Ausverkauftes Ernst-Abbe-Sportfeld bebt

Grenzenloser Jubel im Ernst-Abbe-Sportfeld: Der FC Carl Zeiss Jena ist nach fünf Jahren Regionalliga zurück im Profi-Fußball. Am Donnerstagabend machten die Blau-Gelb-Weißen im Rückspiel gegen Viktoria Köln den Aufstieg in die 3. Liga klar. Angesichts dreier Auswärtstore beim Hinspiel-Sieg reichte die 0:1 (0:0)-Niederlage diesmal aus. Doch es war ein Zittern bis zum Schluss.

Video: Jenas Fans feiern den Aufstieg in die 3. Liga

Jena und Köln geben alles

Vor knapp 14.000 Fans im ausverkauften Stadion machten beide Teams von Beginn an klar, dass sie auf Sieg spielen wollen. Es war ein munterer Auftakt mit leichten Vorteilen für die Gäste. Köln machte das Spiel auch ohne ihren rotgesperrten Kapitän Mike Wunderlich schnell, zeigte enorme Laufbereitschaft und kam so auch zuerst zu dicken Chancen. In der 14. Minute ging der Schuss von Felix Backszat nach einer Ecke nur knapp über den Jenaer Kasten. Ein schwerer Abwehrfehler von Guillaume Cros lud die Kölner zur nächsten Möglichkeit ein – doch Marcel Gottschling hämmerte den Ball nur an die Latte (23.).

Carl Zeiss Jena kommt besser ins Spiel

Die Gastgeber waren jedoch keinesfalls unterlegen, sondern verschafften sich mit schnellen Gegenangriffen immer wieder Entlastung. Nach und nach kamen die Zeissianer besser ins Spiel. Die erste richtig gefährliche Aktion gelang der Zimmermann-Elf in der 20. Minute. Timmy Thiele hatte gekonnt Viktoria-Torwart Alexander Monath umlaufen und in den Strafraum geflankt. Doch René Eckardt konnte das Leder nicht per Kopf im leeren Tor unterbringen.

Carl Zeiss Jena gegen Viktoria Köln – Bilder aus dem Ernst-Abbe-Sportfeld:

Jena im Angriff zu ungenau

In der Folge ergaben sich mehrere solcher Situationen. Jena kämpfte, erspielte sich freie Räume, aber war in der Verwertung zu fahrlässig und zu ungenau. So häuften sich nach etwa einer halben Stunde kapitale Fehler in der Kölner Abwehr, in der Carl-Zeiss-Offensive haperte es aber an der Abstimmung – oder schlichtweg am letzten Quäntchen Glück. So blieb es bis zur Pause beim 0:0, einer Situation, mit der der FCC nach dem Sieg im Hinspiel gut leben konnte.

Viktoria kommt stark aus der Kabine

Auf dem Unentschieden ausruhen durften sich die Gastgeber aber nicht, denn schon ein 2:0 hätte den Viktorianern den Aufstieg beschert. Entsprechend ambitioniert kamen die Kölner aus der Kabine, erhöhten noch einmal den Druck. Jena dagegen agierte in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit nervöser. So bot sich Timm Golley in der 64. Minute eine Großchance, doch frei im Strafraum stehend zog er über das Tor.

Das Paradies bebt: So feiert Carl Zeiss Jena den Aufstieg in die 3. Liga

Zittern bis zum Schluss im Ernst-Abbe-Sportfeld

Jena bekam die zunehmend hart geführten Begegnung dann wieder weitgehend unter Kontrolle – bis zur 81. Minute. Die Kölner stolperten sich in den Strafraum und Fatih Candan tunnelte FCC-Keeper Raphael Koczor. Das 1:0 aus Sicht der Gäste machte die Schlussphase – auch angesichts ganzer fünf Minuten Nachspielzeit – zur Zitterpartie. Doch Jena hielt dagegen und versetzte die Fans trotz Niederlage und eines Kölner Ansturms auf das eigene Tor in Siegestaumel.

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