So sieht das neue Hochhaus für Jena aus

So soll der Bürokomplex mit Hochhaus zwischen Frauengasse und Steinweg in Jena auszehen. Unter anderem will Intershop einziehen.
So soll der Bürokomplex mit Hochhaus zwischen Frauengasse und Steinweg in Jena auszehen. Unter anderem will Intershop einziehen.
Foto: Architekturbüro Waldhelm (Jena)
  • In Jena entsteht neuer Bürokomplex
  • Hochhaus zwischen Steinweg und Frauengasse geplant
  • Intershop zieht aus Jentower aus

Jenas Skyline bekommt einen neuen Fixpunkt. Was sich bereits in der vergangenen Woche andeutete, ist nun ganz offiziell: In der östlichen Innenstadt entsteht ein neues Hochhaus. Außerdem zieht das Software-Unternehmen Intershop mit seiner Firmenzentrale um. Am Mittwoch stellten die Beteiligten ihr Pläne vor.

Hochhaus zwischen Steinweg und Frauengasse in Jena

Schauplatz der großflächigen Umgestaltung ist das Areal zwischen Steinweg und Frauengasse an der B88. Etwa 80 Millionen Euro investiert hier die GW Real GmbH & Co. KG, die in Jena schon an Projekten wie der Sanierung der Alten Gießerei und des ehemaligen Arbeitsamtes in Lobeda beteiligt war. In den kommenden Jahren wachsen die Bürogebäude auf einer Fläche von etwa 4400 Quadratmetern in die Höhe. Die Entwürfe zeigen einen Glasturm, der im oberen Drittel unterbrochen ist. Stelzen tragen dort einen Würfel an der Spitze. Von fast allen Seiten ist der Tower von niedrigeren – und ebenfalls verglasten – Gebäuden umgeben.

Intershop als Hauptmieter im neuen Bürokomplex

Während Intershop als Hauptmieter künftig in dem niedrigeren Gebäude an der Seite zum Steinweg residiert, werden in dem Hochhaus Büros sowie Räumlichkeiten für den Einzelhandel eingerichtet. „Das ist ein Meilenstein für die Entwicklung Jenas – sowohl im Bereich Digitale Wirtschaft als auch für die gesamte Stadt“, sagt Wilfried Röpke, Chef der Jenaer Wirtschaftsförderungsgesellschaft, über das Vorhaben. Die Fläche hatte die Kommunale Immobilien Jena (KIJ) als städtischer Eigenbetrieb im Mai an den Investor verkauft. Zuvor war der Boden beispielsweise auf Altlasten geprüft worden.

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Wie es mit der Baufläche weitergehen soll

Die Wirtschaftsförderung der Stadt geht davon aus, dass die Baugenehmigung Ende 2017 vorliegen könnte. Danach wird – wenn alles nach Plan läuft – zwei Jahre lang gebaut, sodass Intershop noch 2019 umziehen könnte.

Intershop sucht Nähe zur Uni Jena

Das Software-Unternehmen bekenne sich zum Standort Jena, sei aber auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten gewesen, die den Anforderungen der Firma besser gerecht würden als der Jentower, so Vorstandschef Jochen Wiechen. In direkter Nachbarschaft zur Universität könne dann auch die Zusammenarbeit mit der Forschung und dem Nachwuchs vertieft werden. Nach Ansicht der Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist der Neubau auch deshalb bedeutend, weil es nach wie vor einen großen Bedarf an Büro- und Forschungsflächen in Jena gebe.