Goldener Herbst für Jena-Fans: Auch für die Mannschaft gegen FCH?

Mark Zimmermann, Trainer des FC Carl Zeiss Jena. (Archivfoto)
Mark Zimmermann, Trainer des FC Carl Zeiss Jena. (Archivfoto)
Foto: Imago / Christoph Worsch
  • Nach Heimsieg beim Pokal-Derby gegen Rot-Weiß Erfurt folgt für Jena-Fans der nächste Kracher
  • Am Samstag erwartet FC Carl Zeiss Jena im Nordost-Duell den F.C. Hansa Rostock
  • FCC-Coach Mark Zimmermann will Nadelstiche gegen das Kontroll-Spiel des FCH setzen

Die Rückkehr in die 3. Liga sorgt regelmäßig für ein gut gefülltes Stadion in Jena. Für den FC Carl Zeiss Jena folgt gefühlt Derby auf Derby, folgt auf langersehntes Wiedersehen. Nach mehr als sieben Jahren kehrt am Samstag nun auch der F.C. Hansa Rostock ins Ernst-Abbe-Sportfeld zurück. Der Verein rechnet offiziell mit "8000 Zuschauern plus X": Und die Partie verspricht Stimmung, die Voraussetzungen sind da, kommentiert Jenas Trainer Mark Zimmermann am Donnerstag. Die vielen Knaller-Partien dieser Saison seien nicht nur für die Mannschaft, sondern auch für die Fans Grund zur Freude.

Rostocker nicht zur Ballkontrolle kommen lassen

Mit Hansa reist der aktuell Tabellensechste ins Stadion unterhalb der Kernberge, was für ein ebenso spannendes Spiel sorgen sollte. FCC-Coach Zimmermann schätzt den Kontrahenten für sein auf Ballkontrolle ausgelegtes Agieren auf dem Rasen. Carl Zeiss werde vor allem defensiv gefordert werden. "Wir müssen daher gut organisiert sein", folgert der Trainer: "Die Mannschaft muss Rostock daran hindern, dass sie ein Schwergewicht auf dem Spielfeld entwickeln."

FC Carl Zeiss Jena soll aggressiv entgegentreten und provozieren

Für die letzten Tage Vorbereitung stehen geeignete Gegenmittel auf dem Trainingsprogramm. "Wir wollen den Gegner so wenig wie möglich ins Spiel kommen lassen. Dafür müssen wir Hansa zu Ballverlusten provozieren und aggressiv entgegenhalten." Jenas Trainer sieht hier das Heimspiel gegen Preußen Münster und die zweite Halbzeit im Pokalspiel gegen FC Rot-Weiß Erfurt als Messlatte.

Beim Pokal-Derby gegen RWE die falschen Mittel gewählt

Vermeiden müsse die Mannschaft jedoch ein derart verkopftes und kompliziertes Spiel wie in der ersten Halbzeit im jüngsten Aufeinandertreffen gegen RWE: "Anfangs haben wir die falschen Mittel gewählt, sind in Konter reingelaufen. Sicherlich hat insgesamt auch der schwer bespielbare Rasen seinen Anteil am Halbzeitergebnis gehabt", so Coach Zimmermann.

Bilder vom Pokalspiel-Derby gegen Erfurt

Mannschaft zahlt Lehrgeld für Handbremse im Sturm

Auch das Spiel im Elbstädter Hexenkessel war wertvolles Lehrgeld für den FCC: "Wir haben gegen Magdeburg gelernt, dass wir auch Tore schießen müssen." Ausbaufähig: Mit aktuell nur neun geschossenen Toren teilt sich Carl Zeiss mit dem VfL Osnabrück gerade den vorletzten Platz in der Liga bei gleicher Trefferzahl. Tabellenletzter ist Rot-Weiß Erfurt mit nur sechs Toren.

Saison-Leihgabe bewährt sich im Kader

Einziger Lichtblick für Jena: In der Statistik verbergen sich auch die Einsätze und Erfolge von JGS, wie Neuzugang Julian Günther-Schmidt in FCC-Kreisen abgekürzt wird. Die 23-jährige Saison-Leihgabe vom FC Augsburg hat für den FCC in fünf Partien die ersten beiden Tore seiner der Drittliga-Karriere geschossen.

FCC-Lazarett meldet Neuzugänge

Die Chancen, dass JGS am Wochende wieder aufläuft und womöglich wieder trifft, stehen nicht schlecht, denn das Lazarett in der Oberaue hat in dieser Woche ebenfalls Neuzugänge erfahren: Fragezeichen stünden aktuell hinter dem Einsatz von René Eckardt (muskuläre Probleme im Oberschenkel), dem Pokal-verdienten Ersatz-Keeper Jo Coppens (Verdacht auf ausgekugelten Finger) und Niclas Erlbeck (Schlag gegen die Wade im Training). Dauerverletzt bleiben Timmy Thiele, Matthias Kühne und Timo Mauer.

  • Samstag, 12 Oktober: FC Carl Zeiss Jena gegen F.C. Hansa Rostock, Ernst-Abbe-Sportfeld, Jena, Anstoß 14.05 Uhr

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