Ministerium plant neues IC-Kreuz für Jena

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) steht neben einem ICE im Bahnhof von Erfurt vor einer Testfahrt auf der ICE-Neubaustrecke zwischen Erfurt und Bamberg.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) steht neben einem ICE im Bahnhof von Erfurt vor einer Testfahrt auf der ICE-Neubaustrecke zwischen Erfurt und Bamberg.
Foto: Martin Schutt/dpa
  • Ab Dezember 2018 sollen Zügen zwischen Saalfeld, Jena und Leipzig im Zwei-Stunden-Takt verkehren
  • Ramelow verspricht Jena ein IC-Kreuz

Zwischen Saalfeld, Jena und Leipzig sollen ab Dezember 2018 Züge im Zwei-Stunden-Takt verkehren. Das sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Mittwoch nach einem Bahndialog in Jena, der sich mit einer besseren und schnelleren Verkehrsanbindung Ostthüringens an andere Regionen beschäftigte. Zuvor müsse dafür die Landesregierung noch einen größeren Millionenbetrag mit absichern. "Das Land steigt mit in die finanzielle Verantwortung ein", sicherte Ramelow zu.

Ministerium plant IC-Kreuz für Jena

Auch für eine neue Fernverkehrsanbindung Jenas versprach der Regierungschef Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) finanzielle Unterstützung. "Wir brauchen zum ICE-Verkehrsknotenpunkt Erfurt als Pendant ein IC-Kreuz in Jena", sagte Ramelow. Mit der Inbetriebnahme der neuen ICE-Trasse von München über Erfurt nach Berlin ab 10. Dezember fahren über Jena keine ICE-Züge mehr.

Ein Lenkungsausschuss im Haus von Infrastrukturministerin Birgit Keller (Linke) soll in den kommenden zwölf Monaten für ein IC-Kreuz den besten Standort in Jena mit den höchsten Effekten für Saalfeld und Gera finden: gemeinsam mit Kommunen, Bahn und Nahverkehrsbetrieben. Zwei Standorte stünden derzeit im Blickpunkt, um den Fern- und Nahverkehr der Bahn sowie die Busverbindungen miteinander zu vertakten: Jena-Göschwitz und das Gleisdreieck Burgau.

770 Millionen Euro in Schieneninfrastruktur in Thüringen investiert

Dazu gehöre auch die umgehende Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung, erklärte Ramelow. Insgesamt hat die Bahn nach eigenen Angaben seit 2015 mehr als 770 Millionen Euro in die Schieneninfrastruktur in Thüringen investiert. Ein großer Teil davon floss in den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Weimar und Glauchau, die einen Abschnitt der Mitte-Deutschland-Verbindung bildet. Auch die Saalebahn und der Bahnknoten in Gera wurden grundlegend erneuert.

Fahrplanwechsel bringt erhebliche Veränderungen für Ostthüringen

Mit der Inbetriebnahme der neuen ICE-Trasse von Berlin nach München zum Fahrplanwechsel wird Erfurt zu dem Thüringer Bahnknoten, sagte Ramelow. Das sei eine Chance für den gesamten Freistaat, den die lokalen Akteure nutzen müssten.

Der nach Bahnangaben größte Fahrplanwechsel in der Geschichte der Bahn bringt für Ostthüringen erhebliche Veränderungen. Der neue Fahrplan bringt unter anderem mehr und schnellere Verbindungen nach Erfurt.

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