Still und starr steht der See: Wie sicher sind die Eisflächen?

Eingebrochen im Eis: Nicht immer steht die Feuerwehr um die Ecke.
Eingebrochen im Eis: Nicht immer steht die Feuerwehr um die Ecke.
Foto: Stadt Jena/ Roswitha Putz
  • Dauerfrost lässt Gewässer in Jena zufrieren
  • Schleichersee nicht sicher, Stadt warnt vor Betreten
  • Feuerwehr übt Eisrettung am Schleichersee

Der Dauerfrost der vergangenen Tage hat viele Gewässer mit einer scheinbar sicheren Eisfläche bedeckt. Eigentlich ideal, um in der freien Natur eine Runde Schlittschuh zu laufen. Doch sind die Eisflächen sicher? Und werden sie kontrolliert?

Eisflächen in Jena besser nicht betreten

Im unmittelbaren Stadtgebiet von Jena bietet sich eigentlich der Schleichersee als Anlaufstelle für Wintersportfreunde an. Jedoch rät die Verwaltung vehement davon ab, in Jena auf die Wasserflächen zu gehen. „Die Gewässer in Jena werden nicht kontrolliert und sollten nicht betreten werden“, erklärt Roswitha Putz, Sprecherin der Stadt Jena auf Nachfrage von Thüringen24. Insbesondere da die Temperaturen ab dem Wochenende wieder steigen, seien die Eisflächen nicht sicher.

Galerie: So übt die Feuerwehr eine Eisrettung

In Jena ist es durchschnittlich zu warm

Dass sich in Jena bisher niemand um die Eisflächen gekümmert hat, hat einen einfachen Grund. Es ist meist schlicht zu warm. „Selbst jetzt müsste es wohl noch eine weitere Woche so kalt bleiben, damit die Gewässer durchfrieren,“ so Putz weiter. Fast immer ist es in der Saalestadt wärmer als in den anderen Thüringer Regionen. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es in den letzten zehn Jahren dazu kam, dass in Jena ein Gewässer zugefroren wäre.“

Feuerwehr nutzt Wetter zur Übung

Einen Vorteil hatte das Wetter zumindest für die Feuerwehr Jena. Sie konnte die eisigen Bedingungen am Schleichersee nutzen, um eine Eisrettung zu trainieren. 16 Kameraden übten hierbei den Ernstfall. Mit einem Spezialanzug lässt es sich 30 bis 45 Minuten im eiskalten Wasser aushalten.