100.000 Watt brennen über dem Rasen - Jena macht das Licht an

Davud Tuma, Guillaume Cros, Niclas Erlbeck vom FC Carl Zeiss Jena im Lichststadt-Trikot.
Davud Tuma, Guillaume Cros, Niclas Erlbeck vom FC Carl Zeiss Jena im Lichststadt-Trikot.
Foto: FC Carl Zeiss Jena
  • Flutlicht im Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena steht
  • Carl Zeiss Jena läuft in Sondertrikots auf
  • FCC hofft auf Neubeginn nach dunkler Zeit

Es werde Licht: Das Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena hat wieder eine Flutlichtanlage. Nicht nur, dass der FC Carl Zeiss Jena damit nun die Zulassungsvoraussetzungen für die 3. Liga und die 2. Bundesliga erfüllt – auch die Fans dürfen sich nun wieder auf die besondere Atmosphäre von Abendspielen in ihrer Heimspielstätte freuen. Am Freitag wurde die Anlage offiziell übergeben – Verein und Stadt feiern die Fertigstellung mit einem Sondertrikot.

Aufstieg macht Flutlichtanlage für Carl Zeiss Jena nötig

Rückblick: 39 Jahre hatten die alten Masten im Stadion gestanden, erhellten als höchste Flutlichtanlage Europas die Spiele in der DDR-Oberliga und später auch in der 2. Bundesliga. Obwohl erst 1995 einer Rosskur unterzogen, mussten die Leuchtständer 2013 aus Sicherheitsgründen demontiert werden. Ihre Nachfolger sollten eigentlich erst mit dem Stadionneubau errichtet werden, doch weil Carl Zeiss Jena in der vergangenen Saison den Aufstieg in den Profi-Fußball perfekt machte, musste – so will es der DFB – wieder eine Flutlichtanlage her.

Schwierige Phase ohne Licht in Jena

Die fehlenden Stadionleuchten hätten das Verhältnis zwischen Club, Stadt und Fans in den vergangenen Jahren belastet, heißt es beim FCC. Der Verein hofft aber darauf, dass sich die Gemüter nun wieder beruhigen: „Das erste Flutlichtspiel unter der neuen Anlage sollte als symbolischer Schlussstein dieser schwierigen Phase und als ein Zeichen des Neubeginns verstanden werden“, sagt Präsident Klaus Berka.

100.000 Watt im Ernst-Abbe-Sportfeld

Die vier jeweils 38 Meter hohen Stahlmasten wuchsen bis zum 19. Februar in den Himmel und wurden seither getestet. Die Feuertaufe steht am kommenden Mittwoch an. Mit einer Leistung von insgesamt 112.000 Watt werden die LED-Scheinwerfer ab 19 Uhr die Drittliga-Partie der Blau-Gelb-Weißen gegen die Würzburger Kickers erhellen.

Lichtstadt-Sondertrikot für den FCC

Die Mannschaft soll dann auch mit einem Sondertrikot auflaufen. Passend zur Erleuchtung im Ernst-Abbe-Sportfeld erscheint die Lichtstadt Jena als Sponsor mit großem Logo auf den Leibchen; auf den Ärmeln wirbt außerdem JenaKultur für das neue Gästeportal visit-jena.de. Dank Fernseh-Übertragung und Berichten über den FCC könne so auch überregional auf die Stadt und die Website aufmerksam gemacht werden, hofft Oberbürgermeister Albrecht Schröter.

Jena-Fans können Trikot kaufen

Jena und der Tourismus-Eigenbetrieb zahlen dem FCC für die Werbung auf den Trikots und bei sechs Spielen auf der Stadionbande insgesamt 25.000 Euro. Die Sonderedition spült dem Verein außerdem weiteres Geld in die Kasse, wenn auch Fans das Shirt mit dem Stadtwappen auf der Brust für jeweils mindestens 65 Euro im Shop kaufen.