Grippewelle sorgt für Blut-Knappheit - dringend Spender gesucht

In Thüringen geht der Vorrat an Blutkonserven zurück. Wegen der Grippewelle werden Blutspenden benötigt. (Archivfoto)
In Thüringen geht der Vorrat an Blutkonserven zurück. Wegen der Grippewelle werden Blutspenden benötigt. (Archivfoto)
Foto: dpa
  • Grippewelle führt zu Engpass bei Blutkonserven in Thüringen
  • Gesunde Menschen werden um Blutspende gebeten

Die Grippewelle wird zur Gefahr für die medizinische Versorgung in Thüringen. Wie der Blutspendedienst Haema jetzt mitteilte, werden die Vorräte in den Blutspende-Depots knapp. „Die Lage ist sehr angespannt.“ Auch in den kommenden Wochen könnte die Situation schwierig bleiben. Denn rund um die Osterferien finden erfahrungsgemäß weniger Menschen den Weg zur Blutspende als üblich.

Umfrage zur Blutspende:

Blutspende-Appell an die Thüringer

José Rivero, Transfusionsmediziner und Vorstand bei Haema, appelliert deshalb an die Thüringer, Blut zu spenden. „Täglich werden mehr Konserven verwendet, als wieder nachkommen.“ Gebraucht würden alle Blutgruppen. Bei „B Rhesus positiv“ und „AB Rhesus positiv“ sei der Bedarf derzeit jedoch gedeckt. Quasi als echte Joker können Menschen mit der Blutgruppe „Null Rhesusfaktor negativ“ helfen: Ihr Blut vertragen im Notfall alle Patienten.

Blutspende – was ist zu beachten?

  • Menschen mit grippalem Infekt oder Antibiotika dürfen kein Blut spenden, ebenso Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen oder die zu einer Aids-Risikogruppe gehören (etwa Suchtkranke, Homosexuelle oder Prostituierte)
  • Blut spenden kann jeder, der sich gesund fühlt, mindestens 18 Jahr alt ist sowie 50 Kilogramm und mehr wiegt
  • Der Personalausweis muss zur Spende mitgebracht werden
  • Nicht mit leerem Magen zur Blutspende gehen, vorher viel trinken (alkoholfrei, am besten Wasser, Tee oder Saft)
  • Die Blutspende dauert etwa zehn Minuten, Erstspender sollten für die Anmeldung und Untersuchung 45 Minuten einplanen

Wann und wo du Blut in Thüringen spenden kannst:

Grippe stellt Krankenhäuser in Thüringen auf Belastungsprobe

Die Grippewelle stellt die Krankenhäuser in Thüringen ohnehin schon auf eine Belastungsprobe. Die medizinischen Einrichtungen verzeichnen durch die Influenza nicht nur bei ihren Patienten einen höheren Krankenstand – auch das Personal ist betroffen. Die Situation verlangt „von allen Mitarbeitenden im Dienst sehr viel ab“, wie es beispielsweise aus dem Klinikum Weimar heißt.