Abstieg besiegelt: Rockets unterliegen Science City im Herz-Schlag-Finale

  • Rockets aus Erfurt verlieren Thüringen-Derby gegen Science City Jena
  • Abstieg der Rockets nun besiegelt
  • Wenige Punkte hätten Abstieg verhindert

Fünf Punkte haben den Rockets aus Erfurt zum Verbleib in der Basketball-Bundesliga gefehlt. In einem dramatischen Fernduell rutschte der Aufsteiger nach nur einem Jahr am entscheidenden 34. Spieltag auf den 17. Tabellenplatz ab. Die Rockets unterlagen am Dienstag im Thüringen-Derby Sciene City Jena mit 81:85 (38:45) und verpassten damit den achten Saisonsieg, der ihnen die sportliche Erstklassigkeit garantiert hätte.

Rockets unterlagen im Thüringen-Derby Sciene City Jena

Erfurt und Jena trennen sich mit 81:85

„Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft. Wir hätten besser spielen können, Jena hat das aber sehr gut gemacht“, sagte Erfurts Retin Obasohan bei telekomsport.de und ergänzte: „Wir müssen weiterarbeiten und sehen, was die Zukunft bringt.“

Eisbären Bremerhaven ziehen vorbei

So zogen aber die Eisbären Bremerhaven noch vorbei, die die Gießen 46ers mit 87:74 bezwingen konnten. „Danke an @basketsjena für die Schützenhilfe!“, twitterten die Eisbären prompt, nachdem sie es geschafft und die Erfurter es eben nicht geschafft hatten. Es war der erste Sieg der Eisbären nach zuvor sieben Niederlagen.

Zwei Punkte mehr hätten gereicht

Dabei hatten es die Rockets in den eigenen Händen. Ein Sieg und Bremerhaven wäre nicht mehr vorbeigekommen. Im direkten Vergleich lag die Mannschaft von Trainer Ivan Pavic vorn: Das Hinspiel hatte sie am 6. Januar zwar mit 74:80 verloren, das Rückspiel am 1. April daheim aber mit 98:90 für sich entschieden. Zwei Punkte mehr in der Rückpartie hätten also den Ausschlag geben können. Nun waren es fünf, die den Rockets in Jena fehlten, sie müssen die Walter Tigers Tübingen in die zweitklassige ProA begleiten.

Rockets verlieren in Jenaer Arena

Vor 3076 Zuschauern in der ausverkauften Jenaer Arena entschieden die Hausherren die ersten drei Viertel alle für sich. „Jena trifft von außen hochprozentig, wir kämpfen uns in die Partie“, kommentierten die Rockets zur Halbzeit. Vor dem letzten Viertel vergrößerte sich der Rückstand auf 15 Punkte (53:68). Jerome Randle konnte mit insgesamt 20 Zählern die Niederlage der Erfurter auch nicht verhindern, Jenas Topscorer Julius Jenkins kam ebenfalls auf 20 Punkte. Damit endet eine Saison, in deren Mitte der Hauptsponsor seinen Rückzug von den Rockets erklärt hatte, mit der größtmöglichen Enttäuschung.