Tödliches Gas: Ein Toter und zwei Schwerverletzte in Shisha-Bar

In einer Shisha Bar in Jena ist in der Nacht zu Freitag ein Mann ums Leben gekommen. (Symbolbild)
In einer Shisha Bar in Jena ist in der Nacht zu Freitag ein Mann ums Leben gekommen. (Symbolbild)
Foto: invizbk / Getty Images/iStockphoto
  • 30-Jähriger stirbt in Shisha-Bar in Jena an Kohlenmonoxid-Vergiftung
  • Zwei Helfer werden durch das Gas schwer verletzt
  • Feuerwehr evakuiert Bewohner des Hauses in der Teutonengasse

In einer Shisha-Bar in Jena ist in der Nacht zum Freitag ein Mensch ums Leben gekommen, zwei wurden schwer verletzt. Der Verstorbene wollte offenbar ein Notstromaggregat im Keller betanken. Das Haus musste zunächst komplett evakuiert werden. Mittlerweile sind die ersten Bewohner wieder zurückgekehrt (Stand 14 Uhr).

Ein Toter in Shisha-Bar in Jena

Wie die Polizei in Jena auf Nachfrage von Thüringen24 sagte, sei das Notstromaggregat im Keller der Bar zwischen Teutonen- und Grietgasse zunächst ausgefallen. Ein 30 Jahre alter Mann wollte daraufhin die Anlage neu betanken. Der Raum sei aber offenbar voller Kohlenmonoxid gewesen, sodass er das Bewusstsein verlor. Zwei weitere Männer, darunter der 39-jährige Besitzer der Bar, kamen zu Hilfe und wurden durch das Gas ebenfalls schwer verletzt. Sie wurden in Spezialkliniken nach Halle und Leipzig geflogen.

Feuerwehr evakuiert Gebäude in der Teutonengasse

Einer der Helfer konnte sich noch ins Freie retten und einen Notruf absetzen. Die Feuerwehr evakuierte das Haus und brachte alle Bewohner, darunter ein Kleinkind, in Sicherheit. Beim Eintreffen stellten die Kameraden einen Kohlenmonoxid-Wert fest, der über dem zehnfachen des maximalen Toleranzwertes lag, wie die Stadtverwaltung am Freitag mitteilte. Einige Anwohner wurden vorübergehend in einem Bus und einem Hotel untergebracht. Der 30 Jahre alte Mann starb noch an der Unfallstelle. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. Auch die Berufsgenossenschaft, das Bauamt und die Dekra seien eingeschaltet worden.

Bewohner können in Wohnungen zurückkehren

Am Mittag konnten die Bewohner in die oberen Stockwerke des Gebäudes zurückkehren. Der Keller und das Erdgeschoss seien hingegen noch gesperrt, so eine Polizeisprecherin gegenüber Thüringen24. Auch am Nachmittag sei noch nicht geklärt, warum das Notstromaggregat in dem Keller zum Einsatz kam. Die Leiche des 30-Jährigen wurde am Freitagvormittag obduziert.