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Abflug zur Konkurrenz! Jena lässt Sympathieträger ziehen

Abflug zur Konkurrenz! Jena lässt Sympathieträger ziehen

Timmy Thiele vom FC Carl Zeiss Jena
Timmy Thiele vom FC Carl Zeiss Jena im Relegations-Hinspiel gegen Viktoria Köln. Foto: Imago / Manngold
  • Carl Zeiss Jena vermeldet bedeutenden Abgang
  • Sympathie- und Leistungsträger Timmy Thiele geht
  • Nummer 7 wechselt zur Liga-Konkurrenz

Keine schöne Nachricht für die Fans des FC Carl Zeiss Jena: Nach zwei Jahren im Paradies verlässt Timmy Thiele den FCC und heuert beim Neu-Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern an. Wie die Jenaer am Freitag mitteilten, zahlt der FCK eine Ablösesumme. Zu deren Höhe hüllte sich der Verein allerdings in Schweigen. Laut Transfermarkt.de betrug die Ablöse 400.000 Euro! Damit wäre Thiele 75.000 Euro über seinem mutmaßlichen Marktwert gehandelt worden.

Kaiserslautern überweist Ablöse nach Jena

Ganz schlecht kann das Angebot allerdings nicht gewesen sein: Carl Zeiss Jena habe den Wert von Thieles Leistung sehr genau gekannt und Kaiserslautern habe den Stürmer unbedingt haben wollen, berichtet FCC-Geschäftsführer Chris Förster. Nach einem langen Prozess sei der Wechsel zu einem „guten Transfer“ für beide Seiten geworden.

Thiele war Leistungsträger bei Carl Zeiss Jena

Dennoch wird der Weggang der Nummer 7 im Ernst-Abbe-Sportfeld nicht so ohne Weiteres zu verkraften sein. Nicht nur, dass Thiele als Publikumsliebling galt – er war auch sportlich wichtig für den einzigen Thüringer Drittligisten. Unvergessen sind seine beiden Tore, die Jena den Weg zurück in den Profi-Fußball ebneten. In der vergangenen Saison hatte er mit elf Treffern außerdem wesentlichen Anteil daran, dass sich der FCC in der 3. Liga etablieren konnte.

Thiele denkt an unvergessliche Momente in Jena

Thiele selbst sagte, er gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Ich hatte hier in Jena zwei tolle Jahre mit unvergesslichen Momenten, die ich immer bei mir tragen werde. All dies hätte ich ohne eine tolle Mannschaft, die mich fantastisch unterstützt, und die tollen Fans, die immer an mich geglaubt haben, nicht geschafft.“ Trotz der Wehmut freue er sich auf Kaiserslautern. „Der FCK ist wie der FCC auch ein besonderer Club“, sagt der 26-Jährige. Der Wechsel sei sportlich der richtige Schritt. Zwei Wiedersehen mit den Teamkameraden wird es auf jeden Fall geben: Nach dem Abstieg der Lauterer aus der 2. Bundesliga treten der FCK und Jena in der nächsten Spielzeit als Konkurrenten gegeneinander an.