Gefährliche Viren in Thüringen? Aggressive Tropen-Mücke nachgewiesen

Die Asiatische Tigermücke gilt als besonders aggressiv und übertraägt verschiedene Viren. Jetzt wurde sie wieder in Jena nachgewiesen. (Archivfoto)
Die Asiatische Tigermücke gilt als besonders aggressiv und übertraägt verschiedene Viren. Jetzt wurde sie wieder in Jena nachgewiesen. (Archivfoto)
Foto: Imago
  • Asiatische Tigermücke in Jena nachgewiesen
  • Insekt breitet sich global aus
  • Stechmücke kann gefährliche Viren übertragen

Die Asiatische Tigermücke ist wieder da. In Jena seien Exemplare des Insekts nachgewiesen worden, teilte die Verwaltung am Montag mit. Die kleinen, schwarz-silberweiß gestreiften Tiere mit dem lateinischen Namen Aedes albopictus hatten bereits 2016 für Aufregung in der Saalestadt gesorgt. Jena prüft regelmäßig, ob sie irgendwo auftauchen, nachdem Einzelexemplare bereits im Herbst 2015 nachgewiesen worden waren.

Asiatische Tigermücke breitet sich aggressiv aus

Die Tigermücke kann nach Angaben des Umweltbundesamts verschiedene Viren übertragen, darunter das Dengue-, das Gelbfieber- und das West-Nil-Virus. Sie gehöre zu den weltweit 100 Arten, die sich am aggressivsten ausbreiten. Aus Ostasien habe sie sich inzwischen fast über den gesamten Globus verteilt. Die Menschen in Thüringen mussten sich allerdings bislang noch keine allzu großen Sorgen machen: Zumindest bis zum vergangenen Jahr wurden in den in Deutschland gefangenen Exemplaren keine Krankheitserreger nachgewiesen. Aus anderen europäischen Ländern liegen allerdings schon Berichte zu Viren-Übertragungen vor.

Jena will dieses Woche informieren

Wie das aktuelle Risiko einzuschätzen ist, darüber will die Stadt Jena am Mittwoch informieren. Dann sollen auch Hinweise gegeben werden, was gegen die Tigermücke getan werden kann. Grundsätzlich sollte jedenfalls nach Ansicht des Umweltbundesamts die Ausbreitung der Insekten verhindert werden, um „einer Gefährdung der menschlichen Gesundheit vorzubeugen“.

Was ihr gegen die Tigermücke tun könnt

Die Tigermücken-Weibchen benötigen Blut, um ihre Eier zu bilden. Den roten Stoff holen sie sich gern auch bei Menschen. Die Eier legen die Stechmücken dann oberhalb von Wasserflächen ab, beispielsweise an Rändern von Regentonnen. Erst wenn das Wasser über den künftigen Nachwuchs steigt, schlüpfen die Larven – was auch erst Monate später passieren kann. Deswegen wird empfohlen, Wasseransammlungen auf Balkonen und in Gärten zu vermeiden, beispielsweise indem Eimer, Futternäpfe oder im Freien gelagerte Reifen regelmäßig überprüft und geleert werden.