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Sängerin nervt auf den Jenas Straßen

Etwas dazuverdienen: Der leere Stuhl eines Straßenmusikers steht in Stuttgart neben einem Akkordeon.
Etwas dazuverdienen: Der leere Stuhl eines Straßenmusikers steht in Stuttgart neben einem Akkordeon. Foto: dpa
  • Sängerin macht auf dem Weg nach Mailand Stopp in Jena
  • Anwohner und Angestellte sind genervt
  • Polizei kommt zum Einsatz

In Jena hat eine Sängerin die Passanten so sehr genervt, dass die Polizei einschreiten musste. Dafür, dass sie schließlich mit auf die Dienststelle musste, hatte die 26-Jährige allerdings überhaupt kein Verständnis.

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Auf der Durchreise in Jena

Die Frau sei auf der Durchreise gewesen, teilten die Beamten am Dienstag mit. Als Couchsurferin will sie auf ihrer Route in verschiedenen Städten unterkommen, ihr Ziel: Mailand in Italien. „Offenbar wollte sie noch etwas Geld verdienen, weshalb sie im Sonnenhof Opern-Arien schmetterte“, berichtete die Polizei von den Ereignissen am Montag in Jena.

Opern-Sängerin nervt Angestellte im Sonnenhof

„Das gefiel den dort Arbeitenden nur bedingt, eine Angestellte beschwerte sich deshalb bei der Sängerin und bat genervt um Ruhe“, hieß es bei der Polizei weiter. Über den künstlerischen Wert der Darbietung sei es dann zum Streit gekommen, weshalb die Ordnungshüter eingreifen mussten. Sie nahmen die 26-Jährige mit aufs Revier, um ihre Personalien aufzunehmen. Sie habe dabei kein Verständnis gehabt, dass sie mitkommen musste und nicht die Frau, die sich über die Opern-Darbietung beschwerte.

Straßenmusik darf in Jena eine halbe Stunde dauern

Die Polizisten gaben der Sängerin schließlich mit auf den Weg, dass Straßenmusiker in Jena an einem Standort 30 Minuten lang auftreten dürfen und dann den Platz wechseln müssen. Darüber informierten die Beamten auch weitere Bürger, die sich später erneut über die Reisende beschwerten. Die Polizisten baten die Genervten dann um eine halbe Stunde Geduld mit der Opern-Diva. Nicht ohne Ironie schlossen die Ordnungshüter ihre Pressemitteilung mit den Worten: „Der jungen Frau ist zu wünschen, dass die Mailänder mehr ,Kunst‘-Verständnis haben als die Jenaer.“