Likör für die Fans und kein Halten mehr: Das sind Jimmy Glitschy

#onstage: Jimmy Glitschy aus Jena ist unsere Band der Woche.
#onstage: Jimmy Glitschy aus Jena ist unsere Band der Woche.
Foto: Jimmy Glitschy
  • #onstage: Wir stellen euch Jimmy Glitschy als Band der Woche vor
  • Fiese staubtrockene Wüstenriffs mit Glitzer
  • Offbeat meets Stoner – ein ungewöhnlicher Soundclash
  • Eigener Likör für die Fans

Mit der Kombination von Disco und Stoner-Mucke gelang Jimmy Glitschy ein smarter Zug. Sie generieren ihr Publikum aus beiden Genres und überraschen zudem mit ihrer schamlos frei interpretierten Mischung. Jimmy Glitschy, das sind Sänger Astromo, Rummel Dörte am Schlagzeug, Gelenk Steffen an der Gitarre und Knochen Kevin am Bass.

Wie klingen Jimmy Glitschy?

„Fuzzige Gitarren, kratzig, blechern, aber ordentlich auf die Mütze, mit Synthesizern und Offbeat, einfach ein kerniges Tanz-Set“, antwortet Schlagzeugerin Rummel Dörte selbstbewusst und wie aus der Pistole geschossen auf die Frage, wie Jimmy Glitschy klingen. „Der Rock'n'Roll hat uns alle geprägt“, ergänzt Sänger Astromo, „da waren System of a Down dabei, Wolfmother oder Nirwana, Bands die uns in den 90er-Jahren begleitet haben. Rummel Dörte hat eine gewisse Affinität für den Offbeat, den streuen wir gerne mal mit ein. Besonders spannend ist, wenn man richtig am Rocken ist, der Rhythmus in den Offbeat bricht und alle wie wild tanzen – 90 Minuten Spaß rüberbringen, Interaktion mit dem Publikum, das ist ein gelungenes Jimmy-Glitschy-Konzert.“

Glitschy-Juice und kein Halten mehr

„Ich komme ja ursprünglich aus der „Stoner – Stoner“-Szene“, erzählt Astromo weiter. „Damals hat mich das all zu ernste, monotone Kopfnicken in der ersten Reihe manchmal gelangweilt. Heute, in der Disco-Variante des Stoner sehe ich fröhliche, tanzende Menschen vor mir, und für die, die sich nicht nah genug an die Bühne wagen, haben wir uns etwas ganz Besonderes ausgedacht. Den Jimmy-Glitschy-Juice. Ein leckeres selbstgebranntes Likörchen für alle, die sich trauen, nach vorne zu kommen und verstehen, was wir von ihnen wollen. Ist die Hemmschwelle dann erstmal überschritten, gibt es kein Halten mehr.“

Gelenk Steffen ist der Band-Leader

„Gelenk Steffen schreibt meist die Songs und schickt seine Ideen vor den Proben rum, damit wir dann gemeinsam daran arbeiten können. Wir machen natürlich alles, was Gelenk Steffen sagt“, scherzt Astromo. „Wenn uns dann doch was Besseres einfällt, lässt er das auch durchgehen, also meistens. Wir kommen da schon gut aus miteinander. Gelenk Steffen spielt auch in der Nachbarschaft bei Dämse, allerdings unter einem Pseudonym. Das nur unter uns, denn die Dämser kommen ja von einem anderen Planeten, während Jimmy Glitschy – dem Mythos nach – irgendwo in einer Bar im tiefen Schweden zusammentraf.“ Die genauen Hintergründe sind verschieden überliefert, das muss wohl auch so sein.

Veröffentlichungen auf Fuzzmatazz Records

2013 Der einarmige Karusselbremser

2015 They Sleep, We Live

Aufnahmen im Atomino Studio

Sie gönnten sich den Luxus von Aufnahmen im Atomino Studio. „Wir kannten Frithjof, dem das Atomino Studio gehört, schon von früheren Projekten. Er ist bekannt für seine Experimentierfreudigkeit und bei Atomino steht nicht nur das Studio für Experimente offen. Einmal sind wir für Aufnahmen mit der Snare in den Hausflur gezogen, ein andermal haben wir eine Box ins Treppenhaus gestellt, die nur das Schlagzeug abspielte, während die anderen Instrumente dort in Echtzeit aufgenommen wurden“, erzählt Rummel Dörte. „Beide Alben sind im Atomino Studio aufgenommen worden, unterscheiden sich soundtechnisch aber dadurch, dass wir uns ausprobiert und auch weiterentwickelt haben.“

Jimmy Glitschy auf Yotube:

Jimmy Glitschy der einarmige Karussellbremser - Killswitch

Jimmy Glitschy on Tour

Nachdem 2013 ihr erstes Album erschien, starteten sie auf eine fette Tournee durch das westliche Europa. „Portugal war dabei ein Highlight, ein paar Fans sind später sogar nach Deutschland gekommen, um uns wiederzusehen. Eine Europa-Tournee stemmt man nun nicht unbedingt jedes Jahr, aber jeden März geht die Band zwei Wochen auf Tour in Deutschland. Das ist wie ein Ritual. Wir steuern oft dieselben Locations an, sehen die Leute jedes Jahr wieder und das fühlt sich fast wie Familie an. Man freut sich riesig, hat sich lange nicht gesehen und genießt die Zeit miteinander“, berichtet Rummel Dörte noch.

Der nächsten Konzerttermine

  • 18.09.2018 Altstadtfest Jena
  • 22.09.2018 Schlachthof Eisenach (Jimmy Glitschy/ Dämse)
  • 29.09.2018 Loolala Pampa, Leinefeld Worbis

Jimmy Glitschy im Internet

Wir stellen in unregelmäßigen Abständen vielversprechende Bands aus Thüringen vor. Alle Teile unserer Serie findet ihr unter dem Hashtag #onstage.