Jenaer Sensoren bei Asteroiden-Mission im Einsatz

Jena: Eine Frau hält einen Thermosensor TS-100 zur Anwendung in Raumfahrt im Leibniz-Institut für Photonische Technologien in der Abteilung Quantendetektion in der Hand.
Jena: Eine Frau hält einen Thermosensor TS-100 zur Anwendung in Raumfahrt im Leibniz-Institut für Photonische Technologien in der Abteilung Quantendetektion in der Hand.
Foto: Sven Doering/Agentur Focus/Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V./dpa
  • High-Tech aus Jena landet auf Asteroiden Ryugu
  • Jenaer Leibniz-Instituts für Photonische Technologien stellte Sensoren zur Verfügung

Das deutsch-französische Messgerät „Mascot“ hat den Asteroiden Ryugu mit Hilfe des Jenaer Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) erkundet. Bei der Untersuchung sammelte „Mascot“ mittels von im Leibniz-IPHT entwickelten Sensoren Daten zur Temperatur, zu magnetischen Eigenschaften und zur Zusammensetzung des derzeit etwa 300 Millionen Kilometer entfernten Ryugu. Das teilte das Institut am Freitag mit.

Lander „Mascot“ setzt auf Asteroiden Ryugu auf

Der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der französischen Raumfahrtagentur CNES gebaute „Mascot“ war vor vier Jahren mit der japanischen Raumsonde „Hayabusa2“ ins All gestartet. Am Mittwoch setzte der Lander mit einer Größe von einer Mikrowelle schließlich auf dem Asteroiden auf. In den nächsten Tagen soll „Mascot“ die Daten laut Leibniz-IPHT zur Erde übertragen. Forscher versprechen sich davon Erkenntnisse über den Ursprung des Sonnensystems. Sie wollen aber auch untersuchen, ob der Asteroid eine Bedrohung für die Erde sein könnte.