Promille-Grenze für Hundehalter: Politik reagiert auf tödliche Biss-Attacke in Wien

Ein Rottweiler hat in Wien einem 17 Monate alten Jungen tödliche Verletzungen zugefügt. Die Politik reagiert mit Konsequenzen für Hundehalter. (Symbolbild)
Ein Rottweiler hat in Wien einem 17 Monate alten Jungen tödliche Verletzungen zugefügt. Die Politik reagiert mit Konsequenzen für Hundehalter. (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Junge stirbt nach Biss-Attacke durch Rottweiler
  • Wien will Pflichten für Hundehalter verschärfen
  • Promille-Grenze soll eingeführt werden

Die Stadt Wien will eine Promille-Grenze für Halter von Hunden einführen, deren Rasse als potenziell gefährlich gilt. Diese Grenze soll - wie auch bei Autofahrern - im öffentlichen Raum bei 0,5 Promille liegen. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. Hintergrund für die neuen Regeln sind zwei Vorfälle, bei denen Hunde kleine Kinder zuletzt in den Kopf und ins Gesicht gebissen haben.

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Kleinkind stirbt nach Hundeattacke

Zuletzt war ein 17 Monate alter Junge Ende September - gut zwei Wochen nach der Rottweiler-Attacke - an seinen Verletzungen gestorben. Die Besitzerin des Hundes stand bei dem Angriff unter Alkoholeinfluss.

Promille-Grenze für Hundehalter ab 2019

Bei künftigen Verstößen müssten die Hundehalter mit einer Strafe von mindestens 1000 Euro rechnen. Das Gesetz soll noch im laufenden Jahr in Kraft treten. Es geht um sogenannte "Listenhunde" - in Wien gehören dazu unter anderem Bullterrier, Rottweiler und Pitbullterrier.

Verschärfung der Leinen- und Maulkorbpflicht für Listenhunde

Neben der Promillegrenze soll auch die Leinen- und Maulkorbpflicht für Listenhunde verschärft werden. Bisher mussten Listenhunde mit einem von beiden Hilfsmitteln ausgeführt werden, künftig sind sowohl Leine als auch Maulkorb Pflicht. Halter von Listenhunden müssen darüber hinaus auch weiterhin einen Hundeführerschein machen, dessen Prüfung aber nun umfangreicher werden soll. Außerdem müsse man zwei Jahre nach der Prüfung nochmals antreten, teilte die Stadt mit.