„Glaubwürdigkeit endgültig verloren“: Carl Zeiss Jena und andere Drittligisten mit heftiger Kritik am DFB

Carl Zeiss Jena kritisiert den DFB für Pläne einer neuen Aufstiegsregelung zwischen 3. Liga und Regionalliga.
Carl Zeiss Jena kritisiert den DFB für Pläne einer neuen Aufstiegsregelung zwischen 3. Liga und Regionalliga.
Foto: Christoph Worsch
  • DFB plant neue Aufstiegsregelung zwischen Regionalliga und 3. Liga
  • Carl Zeiss Jena und andere Teams lehnen das ab

Jena. Nachdem Pläne für eine neue Aufstiegsregelung zwischen Regionalligen und 3. Liga laut wurden, haben die Vereine der 3. Liga deutlich Stellung gegen die geplanten Vorhaben des DFB bezogen.

Bei einem Treffen in Wiesbaden der 3. Liga-Vereine kritisierten die Teams den DFB scharf. Dem Vorschlag von DFB-Vize Rainer Koch nach einer Aufteilung der 3. Liga in zwei Ligen eine deutliche Abfuhr.

„Unmissverständlich machen die Vereine der 3. Liga klar, dass die Glaubwürdigkeit des DFB in Bezug auf die Neuregelung des Aufstiegs in die 3. Liga endgültig verloren gegangen ist“, heißt es in einem Statement auf der Homepage von Carl Zeiss Jena.

Heftige Kritik am DFB: Carl Zeiss Jena stänkert gegen DFB

Eine mehrheitsfähige Lösung könne nur beinhalten, dass die Meister aus vier Regionalligen direkt in die 3. Liga aufsteigen.

Kritik gab es an den Regional- und Landesverbänden, die laut Statement „ausschließlich den traditionellen Machterhalt im Auge haben und nicht über eine sachgerechte Lösung für den Fußball nachdenken“ würden.

Drittligisten wollen von „Kompromiss“ nichts mehr wissen

Die 3. Liga-Vereine hätten einen „Kompromiss“ in Form eines vierten Absteigers angeboten. Doch eben diesen vierten Abstiegsplatz, den vor dem Spiel gegen die Würzburger Kickers (Samstag, 14 Uhr) Carl Zeiss Jena innehat, wollen die Drittligisten jetzt los werden.

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Kritik auch an Regional- und Landesverbänden

Kein vierter Verein der 3. Liga solle für den offensichtlich fehlenden Willen zur Bildung einer Lösung mit vier Regionalligen mit dem Abstieg bestraft werden, heißt es daher.

Stattdessen solle die „stärkste 3. Liga aller Zeiten in ihrer über zehn Jahren bewährten eingleisigen Form“ erhalten werden und weiter professionalisiert werden. (ms)