Obacht Bleifuß! So funktionieren die neuen Blitzer aus Thüringen

Mit einem neuen System, das in Jena entwickelt wurde, soll es Temposündern jetzt an den Kragen gehen.(Symbolbild)
Mit einem neuen System, das in Jena entwickelt wurde, soll es Temposündern jetzt an den Kragen gehen.(Symbolbild)
Foto: © Tim Reckmann / www.pixelio.de
  • Jenoptik geht jetzt Temposündern an den Kragen
  • Neue Technik für Geschwindigkeitskontrollen
  • So funktioniert das neue System

Temposünder können mit einem neuen System des Thüringer Optik-Konzerns Jenoptik über einen mehrere Kilometer langen Straßenabschnitt ermittelt werden. Das Unternehmen habe jetzt die deutsche Zulassung für die sogenannte Abschnittskontrolle auf Straßen und Autobahnen erhalten, teilte die Jenoptik AG am Mittwoch in Jena mit. Dabei werde von Lasern und Kameras die Durchschnittsgeschwindigkeit von Fahrzeugen auf einer definierten Strecke ermittelt. Übersteige sie das Tempolimit auf dem überwachten Abschnitt, drohten wie bei punktuellen Blitzern Bußgelder.

Blitzer-System aus Jena bereits in anderen Ländern im Einsatz

Die Zulassung sei durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in diesem November erfolgt. Einen ersten Test des Systems, das bereits in Österreich und der Schweiz im Einsatz sei, gebe es auf einem 2,2 Kilometer langen Abschnitt der B6 in Niedersachsen.

Kameras überwachen Durchschnittgeschwindigkeit

Bei dem System würden Fahrzeuge bei der Ein- und Ausfahrt in den Abschnitt mit Kameras erfasst. Die Daten von den Fahrzeugen, die im Tempolimit blieben, würden nach Verlassen des kontrollierten Abschnitts automatisch gelöscht. Von Temposündern gebe es die üblichen Bilder - mit Kennzeichen und Fahrerfoto.

Jenoptik spezial

Ein Geschäftsbereich des Jenaer Optik- und Elektronikkonzerns ist auf Anlagen und Systeme zur Geschwindigkeit- und Rotlichtüberwachung im Straßenverkehr spezialisiert. Jenoptik beschäftigt insgesamt rund 4000 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Jahr einen Konzernumsatz von rund 748 Millionen Euro.