Carl Zeiss Jena: Sportdirektor wird Bundesliga-Trainer

Kenny Verhoene wird beim FC Carl Zeiss Jena vom Sportdirektor zum Trainer der U19-Bundesliga-Mannschaft. (Archivfoto)
Kenny Verhoene wird beim FC Carl Zeiss Jena vom Sportdirektor zum Trainer der U19-Bundesliga-Mannschaft. (Archivfoto)
Foto: Imago / Karina Heßland-Wissel

Beim FC Carl Zeiss Jena lief in der ersten Saisonhälfte nicht viel zusammen. Nur fünf Siege standen nach 20 Spielen zu Buche. Trainer Zimmermann musste gehen. Auch Sportdirektor Verhoene hat nach einer internen Bestandsaufnahme nun einen neuen Job.

Jena. Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena hat nach der schwachen Hinrunde weitere personelle Konsequenzen gezogen. Nachdem bereits Trainer Mark Zimmermann gehen musste, wurde nun Sportdirektor Kenny Verhoene von seinem Posten entbunden. Wie der Verein am Freitag mitteilte, übernimmt der Belgier ab sofort als Chefcoach die U19 und soll dort den Klassenverbleib in der Bundesliga schaffen. Einen neuen Sportdirektor gibt es nicht. Die Aufgaben teilen sich Geschäftsführer Chris Förster (kaufmännisch) und Trainer Lukas Kwasniok (sportlich).

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«Wir haben uns intensiv ausgetauscht und gemeinsam daran gearbeitet, wie wir den FCC im sportlichen Bereich effektiver aufstellen können. Und dazu gehört auch, dass man sich selbst reflektiert», sagte Verhoene. Juniorentrainer Christian Fröhlich übernimmt dafür die zweite Mannschaft, die vorher von Verhoene betreut wurde.

Kwasniok bekam seinen Wunschkandidaten Lucca Strolz als Co-Trainer. Der 25-Jährige arbeitete zuletzt im Nachwuchsbereich des Karlsruher SC. «Ich kenne ihn aus meiner Karlsruher Zeit und weiß, was ich an ihm habe, so dass wir uns ohne Reibungsverluste und sehr schnell der Aufgabe beim FCC stellen und diese gemeinsam anpacken können», sagte Kwasniok. Jena steht als 18. auf einem Abstiegsplatz.

Kwasniok will in Jena verschworene Einheit formen

Die Spieler starteten nach der Weihnachtspause am Freitag mit einer Leistungsdiagnostik in die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte, ehe am Nachmittag die erste Einheit auf dem Platz folgte.

Kwasniok will den Drittliga-Kader von Carl Zeiss Jena verkleinern. «Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende», sagte der 37-Jährige der «Ostthüringer Zeitung« (Freitag). Er setzt auf eine Kaderstärke von 18 Feldspielern und drei Keepern. «Ich möchte jedem Spieler gerecht werden und eine verschworene Einheit formen», sagte Kwasniok.

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Vorerste keine neuen Spieler für Carl Zeiss Jena

Kwasniok räumte jedoch ein, dass seine Kader-Idealvorstellung bei Carl Zeiss Jena derzeit nur schwer zu realisieren sei. Neuverpflichtungen seien im Moment kein Thema. Es sei denn, der Spieler sei ein ausgesprochener Wunschkandidat für die kommende Saison. «Er könnte sich schon an die Mannschaft, das Umfeld und meine Spielweise gewöhnen», sagte Kwasniok. Auch könnte ein solcher Spieler vielleicht absehbar nur im Winter zu bekommen sein: «Deshalb halten wir Augen und Ohren offen.»

Neben den Trainingseinheiten, in denen es vor allem um das Einstudieren von spieltaktischen Varianten geht, absolviert Jena Testspiele gegen Neugersdorf (9. Januar) und Halberstadt (12. Januar). Zuvor stehen an diesem Wochenende auch Hallenturniere an. Die erste Partie nach der Winterpause bestreitet Jena am 26. Januar zu Hause gegen den Tabellen-Siebten Preußen Münster. (dpa)