Hintergrund: Das ist die Soko Altfälle in Thüringen

Die Soko Altfälle geht ungeklärten Kindermorden in der  Region Jena auf den Grund. (Symbolfoto)
Die Soko Altfälle geht ungeklärten Kindermorden in der Region Jena auf den Grund. (Symbolfoto)
Foto: Jan-Henrik Wiebe

Thüringen. Seit Herbst 2016 ermittelt die Sonderkommission "Altfälle" in den Mordfällen an drei Kindern aus den 1990er-Jahren aus Jena und Weimar. Die Soko wurde eingesetzt, nachdem am Fundort der getöteten Peggy aus Franken eine DNA-Spur des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt entdeckt worden war.

Soko Altfälle in Thüringen nach DNA-Fund gegründet

Er war bei Ermittlungen zum gewaltsamen Tod eines neunjährigen Jungen in Jena ins Visier der Ermittler geraten. Die DNA-Spur erwies sich jedoch inzwischen als eine Verunreinigung bei der Spurensicherung.

Die Soko setzte ihre Arbeit unabhängig davon fort. Dafür wurden unter anderem etliche alte Akten digitalisiert, um sie für die Recherche leichter zugänglich zu machen.

Altfälle untersuchen – Täter mit neuen Mitteln finden

Auch in anderen Bundesländern gibt es Sonderermittlungsgruppen, die Altfällen, sogenannten Cold Cases, nachgehen. Dabei nehmen Spurenspezialisten beispielsweise alte Asservate erneut unter die Lupe in der Hoffnung, mit neuer Technik vielleicht doch DNA-Spuren sichern zu können.

Immer wieder melden Ermittler Erfolge. Da Mord nicht verjährt, können Täter so auch nach Jahrzehnten noch verurteilt werden.