Uni Jena: Wie können ausländische Fachkräfte besser aufgenommen werden?

Flüchtlinge informieren sich auf einer Jobmesse über Arbeitsmöglichkeiten. Die Uni Jena startet jetzt ein Projekt. (Archivbild)
Flüchtlinge informieren sich auf einer Jobmesse über Arbeitsmöglichkeiten. Die Uni Jena startet jetzt ein Projekt. (Archivbild)
Foto: imago/Lichtgut

Jena. Forscher der Universität Jena wollen herausfinden, wie ausländische Fachkräfte in Thüringens Unternehmen besser aufgenommen werden können.

"Weltoffen miteinander arbeiten in Thüringen"

Das Projekt "Weltoffen miteinander arbeiten in Thüringen" werde vom Freistaat mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert, teilte die Universität am Mittwoch mit. Die Fördersumme betrage 1,6 Millionen Euro über drei Jahre.

Fachkräftemangel teilweise eklatant

In manchen Branchen sei der Fachkräftemangel bereits eklatant, wurde Jürgen Bolten vom Bereich Interkulturelle Wirtschaftskommunikation der Uni Jena zitiert. Ein Indikator dafür sei die Zeitspanne, die bei der Neubesetzung einer freien Stelle vergehe.

Mehr Themen:

In Betrieben der Metallbearbeitung liege sie in Thüringen bei durchschnittlich 165 Tagen, 55 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt. Noch krasser sehe es bei Bodenverlegebetrieben aus: Bei freien Stellen werde im Schnitt 189 Tage lang ein Nachfolger gesucht.

Argumente gegen Vorurteile

Nach Angaben der Forscher meinen 36 Prozent der Thüringer, das Land sei bereits überfremdet. Hier gelte es, mit rationalen Argumenten gegenzusteuern. Ziel sei es, Offenheit zu schaffen und eine neue Willkommenskultur zu entwickeln. (dpa)