Mann prügelt in Thüringen auf Farmer ein und opfert eigenen Hund

Mit diesem Würgeholz hat der Mann sein Opfer bei Jena brutal niedergeschlagen.
Mit diesem Würgeholz hat der Mann sein Opfer bei Jena brutal niedergeschlagen.
Foto: Polizei

Jena. In Thüringen zwischen Jena und Eisenberg findet sich das beschauliche Silberthal. Dort liegt eine Straußenfarm, die am Donnerstagmorgen der Schauplatz eines Verbrechens wurde, das seinesgleichen sucht.

Von einer wahrhaft brutalen und beispiellosen Tat berichtet die Polizei am Donnerstag in Thüringen: Ein Mann aus Jena ist offenbar völlig ausgetickt. Auf seiner Flucht – so macht es den Anschein – verlor er dann vollends die Nerven.

Thüringen: Mann bewaffnet sich mit Nunchaku und bricht in Straußenfarm ein

Der Mann aus Jena brach in die Farm mit den Laufvögeln ein – womöglich auf der Suche nach deren Eiern, vermutet die Polizei.

Dort aber wurde er in flagranti vom Betreiber der Farm überrascht. Mit großer Brutalität prügelte der Eindringling mit einem Nunchaku – zwei Knüppeln, die mit einer Kette verbunden sind – auf den Farmer ein, so schildert es die Polizei.

Auf der Flucht! Mann lässt wirklich alles zurück

Er wollte mit seinem Auto flüchten, fuhr sich damit aber fest. Der 37-Jährige stieg aus und rannte zu Fuß weiter. Dabei ließ er alles zurück: sein Auto, allerlei Waffen, Drogen – und sogar seinen Hund.

In dem Wagen befand sich neben einem weiteren Nunchaku und einem griffbereit platzierten Messer auch ein Werkzeugkoffer, bei dem es sich wahrscheinlich um Diebesgut handelt. Außerdem stellten die Beatmen 30 Gramm Marihuana sicher.

Der Hund wurde einem Tierheimmitarbeiter übergeben.

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Kopflose Flucht von Polizei beendet

Etwa zehn Minuten, nachdem der 37-Jährige vom Tatort floh, hatte die Polizeistreife ihn bereits aufgegabelt.

Laut den Beamten stand er erheblich unter Drogeneinfluss. Er sei der Polizei bereits wegen Eigentumsdelikten und Betrugs bekannt, heißt es weiter.

Farmer im Krankenhaus – Mann in Gewahrsam

Der 59 Jahre alte Farmer wurde bei dem brutalen Angriff so schwer am Kopf verletzt, dass er im Krankenhaus stationär aufgenommen werden musste.

Aktuell befindet sich der Beschuldigte im Polizeigewahrsam. Wie lange er dort bleiben muss, sei noch offen. Genauso wie seine Beweggründe, warum er überhaupt bewaffnet in die Straußenfarm eingestiegen war. (aj)