Drastische Konsequenzen: Goethe Galerie Jena schmeißt den „Bundestag“ raus – und das ausgerechnet wegen einer Partei

Blick in die Goethe Galerie in Jena (Archivfoto)
Blick in die Goethe Galerie in Jena (Archivfoto)
Foto: Imago / Westend61

Jena. Goethe Galerie Jena setzt Ausstellung zum Thema „Bundestag“ vorzeitig ab.

Die Goethe Galerie Jena hatte sich für eine überparteiliche Wanderausstellung zum Thema „Bundestag“ entschieden. Auf Schautafeln wurde dort über die Arbeit der Abgeordneten informiert.

Und damit nicht genug: Vor Ort konnten noch Fragen an die Mitarbeiter gestellt werden, wer also noch mehr zu der Ausstellung wissen wollte, bekam auch Antworten.

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Doch nun das: Die Goethe Galerie hat bekannt gegeben, dass die Ausstellung vorzeitig abgesetzt wird. Und zwar ist am Donnerstagabend schon Schluss anstatt erst am Samstag.

Mit der Wanderausstellung ist am Donnerstagabend vorzeitig Schluss

„Gerne bieten wir in unserer Mall die Möglichkeit, informative und spannende Ausstellungen und Aktionen umzusetzen. Dabei ist es uns als Goethe Galerie Jena stets wichtig, neutral zu bleiben. Umso trauriger ist es, dass zur Wanderausstellung „Bundestag“, die überparteilich organisiert und umgesetzt wird, Parteien versuchen, diese Ausstellung zu instrumentalisieren“, so die Begründung seitens der Galerie.

Aus diesem Grund habe man sich genötigt gefühlt, die Ausstellung vorzeitig abzusetzen.

Dahinter steckte eine Bürgersprechstunde der AfD, die unangekündigt am Donnerstag in der Goethe Galerie stattfinden sollte. Michael Holz, Leiter der Galerie, gab gegenüber Thüringen24 zu verstehen, dass das ein No Go sei.

Goethe Galerie soll politisch neutral bleiben

„Es ist privater Grund und vor allem sind wir politisch neutral. Wir hätten jede Anfrage jeder Partei abgelehnt für eine solche Veranstaltung. Erst gar nicht um Erlaubnis zu fragen, steht auf einem anderen Blatt. Darum müssen wir die Ausstellung bedauerlicherweise vorzeitig abbrechen“, begründet Holz seine Entscheidung.

Die Goethe Galerie besteht seit 24 Jahren. In der gesamten Zeit habe man es geschafft politisch neutral zu bleiben, so Michael Holz. Und das soll auch so bleiben. (fb)