Kind in Thüringen gefährlich erkrankt – Ausbreitung muss verhindert werden!

In Thüringen ist ein Vorschulkind an einer gefährlichen Tuberkulose erkrankt.
In Thüringen ist ein Vorschulkind an einer gefährlichen Tuberkulose erkrankt.
Foto: dpa

Jena. Ein Vorschulkind ist in Thüringen an Lungentuberkulose erkrankt.

Die gefährliche Krankheit kann ansteckend sein und im schlimmsten Fall zum Tode führen. Jetzt überprüfen Gesundheitsamt und die Stadt Jena die Kontakte des Kindes.

Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte, wird das Kind und seine Familie derzeit in der Kinderklinik in Jena betreut und behandelt.

Tuberkulose in Thüringen: Kind in Jena erkrankt

Um eine Weiterverbreitung der Tuberkulose in der Bevölkerung zu verhindern, ermittelt das Gesundheitsamt nun die Kinder, mit denen das erkrankte Kind in der Kita engeren Kontakt hatte.

Die Eltern der betroffenen Kinder würden laut Stadtverwaltung schriftlich informiert, denn die Kinder sollten dringend untersucht werden.

Auch die Erzieher der Kindertagesstätte sollen einen Arzt aufsuchen.

Ansteckung soll verhindert werden

Die Blutuntersuchungen und Röntgenmaßnahmen dienen laut Stadt der zeitnahen Identifikation von ansteckungsverdächtigen Kindern und Erwachsenen sowie deren Beratung und Betreuung. Positiv getestete Personen werden schließlich medikamentös therapiert.

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Die Lungentuberkulose wurde bei dem Vorschulkind schon im Frühstadium entdeckt. Das Ansteckungsrisiko außerhalb des familiären Umfeldes wird nach derzeitigem Stand der Ermittlungen als gering eingeschätzt.

Zum Geschlecht des Patienten machte die Stadt keine Angaben.

Fakten zu Tuberkulose:

  • Tuberkulose wird meist von Mensch zu Mensch übertragen. Meist durch Niesen oder Husten.
  • Eine Infektion mit Tuberkulose kann etwa acht Wochen nach einer Ansteckung nachgewiesen werden.
  • Nur etwa 5-10% der Jugendlichen und Erwachsenen erkranken nach einer Ansteckung.
  • Bei Kleinkindern und Menschen mit ausgeprägter Abwehrschwäche sind es 20-40 %.
  • Tuberkulose führt die weltweite Statistik der tödlichen Infektionskrankheiten an.
  • Sie ist jedoch durch die rechtzeitige Behandlung einer Medikamentenkombination heilbar.
  • Die Erkrankung beginnt in der Regel mit unspezifischen Beschwerden wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
  • Es können zudem Fieber, Appetitmangel mit ungewolltem Gewichtsverlust und nächtliches Schwitzen auftreten.
  • Typische Beschwerden sind auch länger bestehender Husten, gelegentlich mit blutigem Auswurf und Schmerzen beim Atmen.
  • In Thüringen gab es im Vorjahr 98 Neuerkrankungen.

Kontakt zum Fachdienst Gesundheit der Stadt Jena (Gesundheitsamt): Telefon: 03641 493121 oder gesundheitsamt@jena.de. (aj)