Weihnachtsmarkt Jena: Besucher bekommen DIESES kostenlose Angebot – trotzdem gibt es Ärger

Die Stadt will dieses Jahr auf dem Weihnachtsmarkt in Jena kostenlose Toiletten testen. (Archivbild)
Die Stadt will dieses Jahr auf dem Weihnachtsmarkt in Jena kostenlose Toiletten testen. (Archivbild)
Foto: dpa

Jena. Es gibt Neuigkeiten auf dem Weihnachtsmarkt in Jena!

Jeder kennt es, der sich gerne ein, zwei Glühwein genehmigt: Unweigerlich wird schon bald die Blase drücken. Die Stadt Jena will jetzt ein ganz neues Angebot testen, das den Besuchern auf dem Weihnachtsmarkt in Jena Abhilfe verschaffen soll. Das aber kommt nicht bei jedem gut an.

„Ich habe keinerlei Verständnis dafür“, empört sich etwa ein User unter einem Video auf der Facebook-Seite der Stadt. „Was könnte man mit 8.000 Euro alles Sinnvolleres tun?“, fragt er weiter.

Weihnachtsmarkt Jena: Kostenloses Angebot stößt auf Kritik

In dem Video, das die Stadt geteilt hat, berichtet Oberbürgermeister Thomas Nitzsche über eine Neuerung auf dem Weihnachtsmarkt in Jena. Sie soll den Besuch auf dem Markt noch angenehmer machen, so der OB. Und das Beste: für den Besucher ist es völlig kostenfrei.

Die öffentliche Markt-Toilette – oder auch als „U-Bahn“ bekannt – soll in diesem Jahr den Besuchern nämlich kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Stadt hofft damit, Wildpinkelei in den Griff zu bekommen.

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Markt-Toilette während Weihnachtsmarkt in Jena kostenlos!

So entgehen der Stadt zwar erst einmal Einnahmen von rund 8.000 Euro, die die öffentliche Toilette üblicherweise im Dezember abwirft. Aber auch da hat sich eine Lösung gefunden. Die damit fehlenden Einnahmen sollen von JenaKultur übernommen werden, die den Weihnachtsmarkt auch veranstalten.

Doch einem Mann aus Jena passt das offenbar gar nicht. „Man sollte die ganze Innenstadt schließen, wenn dort wild um sich gepinkelt wird“, schreibt er und wirft Stadt und Ordnungsamt vor, nicht in der Lage zu sein, diese Zustände abzustellen.

Insbesondere an der Überlegung, in einen mobilen Toiletten-Container zu investieren, stört sich der User offenbar.

Carsten Müller, stellvertretender Werkleiter von JenaKultur entgegnet dem Kritiker: Nein, JenaKultur habe keine Geld zu verschenken. Auch ihm wären bessere Möglichkeiten für Investitionen eingefallen: „Appellieren Sie deshalb vor allem an diejenigen, für die 50 Cent zu viel und 50 Meter zu weit sind, anstatt ihre Energie für das übliche ‚die Stadt ist Schuld‘ aufzuwenden. Wir versuchen währenddessen Lösungen zu finden.“

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Kostenloses WC in Jena im Test

Langfristig könnten die Kosten für die Markt-Toilette etwa auch auf die Betreiber der Gastronomiestände umgelegt werden, überlegt die Stadt.

Alles im allen, so betont auch Carsten Müller, aber handele es sich in diesem Jahr um einen Versuch.. „Sollte der Test keinen Erfolg haben, spricht nichts gegen eine Fortführung der Toilettengebühr.“ (aj)