Jena: Angst vor Coronavirus! Deswegen muss die Stadt sofort reagieren

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Jena. In Thüringen sind erste Verdachtsfälle des Coronavirus aufgetreten. In Erfurt und Apolda prüft das Gesundheitsamt derzeit, ob es sich um das Virus handelt.

Zwei Menschen in Erfurt seien vorsorglich im Helios-Klinikum isoliert worden. In Apolda hatte sich laut MDR ein Mann im Robert-Koch-Krankenhaus gemeldet. Er fühlte sich seit seiner Rückkehr aus China unwohl.

Auch in Jena werden jetzt drastische Konsequenzen gezogen.

Jena: Coronavirus – Riesen Problem für Studenten

Die Ausbreitung des Coronavirus in China hat auch Folgen für den Studentenaustausch mit Thüringen. Als Vorsichtsmaßnahme habe die Partneruniversität in Wuhan jetzt die Einschreibung von Gaststudenten aus Jena ausgesetzt, informierte der Sprecher der Universität Jena, Axel Burchardt, am Donnerstag.

+++ Erfurt: Verdacht auf Coronavirus – zwei Patienten im Krankenhaus +++

Zugleich werde es auch Studenten von dort kaum möglich sein, zum Sommersemester nach Jena zu kommen. Die Millionenstadt Wuhan und die umliegende Provinz Hubei sind von dem Krankheitsausbruch besonders betroffen und weitgehend abgeriegelt.

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Mehr aus Thüringen:

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Über 400 Studenten aus China in Jena

Burchardt betonte, dass der Austausch mit Partnerhochschulen in anderen Landesteilen Chinas bisher nicht eingeschränkt werde. Pro Semester studierten etwa 400 bis 450 Studenten aus China an der Saale. Auch andere Thüringer Hochschulen pflegen einen Austausch mit Partnern in China.

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Das ist das Coronavirus:

  • Die Atemwegserkrankung wurde erstmals am 31. Dezember 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan nachgewiesen
  • Das Virus wird hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen
  • Die Inkubationszeit beträgt zwischen zwei bis maximal zehn Tagen
  • Zu den Symptomen gehören Fieber und Atembeschwerden
  • Das Bundesgesundheitsminsterium vergleicht das Coronavirus mit der SARS-Erkrankung, von der in Deutschland im Jahr 2003 rund fünf Fälle auftraten
  • Aktuell liegt keine Möglichkeit zur Schutzimpfung oder einer spezifischen Therapie vor. Es werden die Symptome behandelt

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Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums gibt es derzeit 80 Hochschulkooperationen sowie 44 Kooperationen hiesiger Forschungseinrichtungen mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen in China. Im Wintersemester 2018/19 hätten 1315 Studenten aus China an Thüringer Hochschulen studiert. (fno/dpa)