Jena: Frau macht seltsamen Fund auf ihrer Dachterrasse – „Zuerst dachte ich, dass...“

Eine Frau aus Jena hat einen seltsamen Fund auf ihrer Dachterrasse gemacht.
Eine Frau aus Jena hat einen seltsamen Fund auf ihrer Dachterrasse gemacht.
Foto: imago images / MC Photo / Katja Reinhold / Montage: Thüringen24

Jena. Nanu, was ist das denn?! Ist das etwa ein riesiger Vogelschiss auf ihrer Dachterrasse? Diese Fragen hat sich Katja aus Jena gestellt, als sie einen Blick in ihre grüne Oase warf.

Mitten auf der Terrasse hatte die 40-Jährige aus Jena vor knapp einem Monat einen komischen dicken gelben Flatschen entdeckt. „Zuerst dachte ich, dass es ein überdimensionaler Vogel gewesen sein muss“, erzählt sie gegenüber Thüringen24.

Jena: Frau macht seltsamen Fund auf ihrer Dachterrasse

Der Fleck habe einen frischen Eindruck gemacht und sie wartete ein paar Tage ab. Doch dann entschied sie sich dafür, ihn vorsichtig wegzuschaben. „Das hat unglaublich gestaubt“, erinnert sie sich.

Und dann die nächste Entdeckung: Am Mittwoch prangten dann zwei neue gelbe Flecken an ihrem älteren Weinrebstock. „Die müssen über Nacht entstanden sein. Ich bin jeden Tag auf meiner Terrasse. Das wäre mir aufgefallen“, sagt sie verwundert.

Weil sie sich nicht zu helfen wusste, fragte sie in einer privaten Facebook-Gruppe rund um Jena um Rat. Ein Nutzer meinte, es könne sich um ein Wespen- oder Hornissennest handeln. Die anderen waren überzeugt, dass es ein Schleimpilz sein müsste.

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Schleimpilz? Ist das etwas exotisches und ist er gefährlich? Wir haben mal beim Giftinformationszentrum in Thüringen angefragt. Dort lautet die klare Antwort der Expertin: „Das ist die gelbe Lohblüte (Fuligo Septica), im Volksmund auch Hexenbutter genannt.“ Und dieser schleimige Pilz soll auch gar nicht giftig oder gefährlich sein.

Er bilde sich nach einer Laune heraus und entstehe wie auch Viren oder Bakterien, er sei auch keine Seltenheit. Er sei geruchsneutral und gelblich. Wenn er etwas älter sei, könne die Farbe auch ins Bräunliche übergehen.

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So wirst du den Schleimpilz wieder los:

  • Die gelbe Lohblüte liebt feuchte Böden. Dort siedelt sie sich gerne an.
  • Wenn du solch einen gelben Flatschen entdeckt hast, kannst du ihn wegschaben oder wegschaufeln. Bei einer Wiese sollte er aber großflächig abgetragen werden, weil der Pilz Sporen ringsherum bilden kann
  • Oder du wartet einfach ab. Die Gelbe Lohblüte verschwindet nämlich wieder von ganz alleine, wenn die Bedingungen nicht mehr optimal sind
  • Wer es gar nicht abwarten kann, der kann ihn auf einer Oberfläche auch mit einer Mischung aus Salz, Wasser und Essig behandeln. Doch Vorsicht: Sollte er auf Pflanzen wachsen, vertragen diese die tödliche Mischung leider auch nicht.

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Und übrigens: „In Mexiko ist er unter Mondkacke bekannt. Dort wird er sogar als Delikatesse gegessen“, sagt die Toxikologin und lacht. Na dann, guten Appetit! (js)