Jena: Auf diesen Notfall sollte jeder vorbereitet sein – er äußert sich bei Frauen ganz anders als bei Männern

Auf diesen Notfall sollte jeder vorbereitet sein! Doch Obacht: Bei Frauen äußert es sich manchmal ganz anders als bei Männern. Wie, das erklärt ein Arzt aus Jena. (Symbolbild)
Auf diesen Notfall sollte jeder vorbereitet sein! Doch Obacht: Bei Frauen äußert es sich manchmal ganz anders als bei Männern. Wie, das erklärt ein Arzt aus Jena. (Symbolbild)
Foto: imago images/Panthermedia/imago images/Die Videomanufaktur/Collage

Das derzeit dominierende Thema ist ohne Frage das Coronavirus. Doch es gibt auch andere Krankheiten und Notfälle, die nicht außer Acht gelassen werden sollten!

So zum Beispiel der Herzinfarkt. Und bei den Symptomen gibt es maßgebliche Unterschiedliche zwischen Frauen und Männern. Welche das sind, hat Professor Bernward Lauer des Klinikums Jena erklärt.

Jena: Arzt erklärt, wie sich Herzinfarkt bei Frauen äußert

Grundsätzlich sei das Erkrankungsbild ein und dasselbe, macht Lauer deutlich. Durch einen Verschluss der Herzarterie kommt es zu einem Herzinfakrt. Das Gefäß wird dabei durch einen Thrombus, also einem Blutgerinnsel, verschlossen.

Risikofaktoren für Herzinfarkte:

  • Rauchen
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht

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Im Krankheitsbild und bei den Risikofaktoren gebe es keine Unterschiede zwischen Mann und Frau, wohl aber bei den Symptomen und der Sterblichkeit. Denn: „Frauen sterben häufiger an einem Infarkt als Männer“, erklärt Lauer.

Symptome:

  • plötzliche, starke Schmerzen hinter dem Brustbein, können in den linken Arm ausstrahlen
  • Brustenge
  • schwere Atemnot
  • massives Angstgefühl

Gerade bei Frauen könne es nämlich zu atypischen Symptomen kommen, erklärt Lauer weiter. Dazu zählen: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. Außerdem würden Frauen häufig keine Atemnot spüren.

Frauen sterben häufiger an Herzinfarkten als Männer

„Bei Frauen wird ein Infarkt deshalb oft übersehen oder zu spät erkannt. Das ist ein Grund, warum er bei ihnen häufiger tödlich verläuft als bei Männern“, erklärt der Arzt aus Jena. Der zweite Grund: Frauen sind meist älter als Männer, wenn sie ein Infarkt ereilt.“

Sowohl für Männer als auch für Frauen gilt aber: Wer sich vor einem Herzinfarkt schützen will, sollte Risikofaktoren mindern.

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Wie können sich Frauen vor einem Infarkt schützen? Also: der Verzicht aufs Rauchen, regelmäßige Blutdruckkontrolle und -einstellung, gesunde, fettarme Ernährung, Gewichtsreduzierung bei Übergewicht, Sport und Bewegung.

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Das ist im Notfall zutun

Und sollte es doch zu einem Notfall kommen, gilt: Notruf wählen! Lauer macht deutlich: „Faustregel: Was man von sich selbst nicht kennt und bedrohlich wirkt, erfordert den Notarzt. Meist zögern die Patienten zu lange. Je schneller Infarktpatienten in ein Krankenhaus kommen, desto besser sind ihre Überlebenschancen.“ (abr)