Bodo Ramelow fordert Polizisten DAZU auf – „Notwendig, dass man nicht schweigt!“

Bodo Ramelow hat eine Forderung an Polizisten.
Bodo Ramelow hat eine Forderung an Polizisten.
Foto: imago images/Christoph Worsch

Jena. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat Polizisten aufgerufen, rassistischen und rechtsextremen Einstellungen in ihren eigenen Reihen deutlich entgegenzutreten.

Zudem sei eine wissenschaftliche Analyse zu Rassismus bei der Polizei mehr als überfällig, sagte Bodo Ramelow am Samstag in Jena angesichts jüngst aufgedeckter rechtsextremer Chatgruppen von Polizisten in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern.

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Bodo Ramelow fordert Polizisten zu mehr Entschlossenheit auf

Ramelow: „Gerade im Polizeiapparat ist eine Kultur notwendig, dass man nicht schweigt und nicht wegschaut.“

In Jena wurde am Samstag ein Platz nach dem ersten bekannten Mordopfer der rechtsextremen Terrorzelle NSU benannt - den vor 20 Jahren in Nürnberg erschossenen Blumenhändler Enver Şimşek aus Hessen.

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Das ist Bodo Ramelow:

  • Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Als er acht war, starb sein Vater wegen einer Kriegsverletzung
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe
  • Er hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • Er ist ein deutscher Politiker und gehört zu den Linken
  • Er ist seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • Er ist der erste Ministerpräsident eines Bundeslandes, er den Linken angehört

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Gedenken an NSU-Mordopfer

Auf einer Gedenktafel, an der Hinterbliebene Şimşeks, Politiker und Jenaer Bürger weiße Rosen niederlegten, wird auch an die anderen neun Mordopfer des NSU-Terrors erinnert. (dpa/fb)