Jena: „Herausragender Fund“ – Bauarbeiter stoßen bei Schwimmbad-Bau auf Sensation

Foto: Jenaer Bäder / Frank Langer/ Stadtwerke Jena / A. Tautenhahn

Jena. Ein kleine Sensation haben Bauarbeiter beziehungsweise Archäologen in Jena zu Tage befördert. Bei Bauarbeiten für die neue Sportschwimmhalle in Lobeda-West stießen Bagger auf eine 2.500 Jahre alte Grabkammer.

Ihr Inhalt: Knochen einer 30-jährigen Frau, Schmuckstücke aus Bronze, Keramiken und wahrscheinlich zwei Tiere. Das Skelett der Frau weist bemerkenswerte Merkmale auf.

+++ Alle aktuellen News zu Corona in Thüringen findest du hier +++

Jena: Bauarbeiter stoßen bei Bau von Schwimmhalle auf Sensationsfund

Tim Schüler, Leiter für Archäologische Fachaufgaben vom Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, bezeichnet die Entdeckung als einen „herausragenden historischen Fund“.

Die Frau hatte mehrere Krankheiten, wie zum Beispiel eine starke Lungenentzündung, überstanden. Dies habe sich an dem zum Großteil geborgenen Skelett sehr gut erkennen lassen können. Weitere anthropologische Untersuchungen sollen folgen, um alle Details rund um den Knochenfund zusammenzutragen und in einer Publikation zu veröffentlichen.

_____________

Mehr Themen aus Thüringen:

_____________

Eröffnung für Herbst 2020 geplant

Der Rohbau der Sportschwimmhalle konnte somit diese Woche starten. „Ganze 11.000 Kubikmeter Erdmasse wurden in den vergangenen 50 Tagen bewegt und mit Lastkraftwagen vom Gelände gefahren“, berichtet Bäder-Sprecherin Anja Tautenhahn.

Die Baugrube ist teilweise bis zu fünf Meter tief. Der gesamte Boden ist glatt gewalzt, der Baugrund ausreichend bearbeitet. Die geplante Bauzeit für die neue Sportschwimmhalle beträgt rund zwei Jahre. Die voraussichtliche Eröffnung terminieren die Jenaer Bäder auf den Herbst 2022. (mb)