Jena: Plattenbau droht der Abriss – nur wegen dieses Mini-Hausbesetzers

Jena: In einem Plattenbau in Lobeda haust ein unerwünschter Bewohner (Symbolbild)
Jena: In einem Plattenbau in Lobeda haust ein unerwünschter Bewohner (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Schöning

In einem Plattenbau in Jena-Lobeda herrscht derzeit Geisterstimmung. Vor wenigen Monaten lebten hier noch 88 Mieter. Nun hausen hier scheinbar ganz andere Bewohner, die dafür sorgen, dass dem Gebäude in Jena der Abriss droht.

Jena: Fieser Schädling scheucht Bewohner aus ihren Wohnungen

Ein ungebetener Mitbewohner vermehrt sich massenhaft in dem Wohnhaus in Jena. Seine Larven fressen sich Gänge durch die Betonwände und verbreiten sich in Windeseile. Wie der „MDR“ berichtet, handelt es sich hierbei um den sogenannten Speckkäfer.

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Das ist Jena:

  • seit 1236 ist Jena als Stadt urkundlich bekannt
  • zweitgrößte Stadt in Thüringen
  • weltweit bekannt durch das Zeiss-Mikroskop
  • die Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde bereits 1558 gegründet
  • sie ist mit mehr als 16.000 Studierenden die größte Uni Thüringens

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Der Speckkäfer ist für Betonwände genau so schädlich wie der Borkenkäfer für Holz.

Zunächst hauste der Schädling nur in einer der 88 Wohnungen des Plattenbaus. Nur wenige Wochen später haben seine Larven gravierende Folgen für das ganze Gebäude.

Im schlimmsten Fall könnte der Käfer so massiv in die Gebäudesubstanz eingreifen, dass der Plattenbau abgerissen werden muss. Die menschlichen Bewohner müssen nun nach und nach aus ihren Wohnungen ausziehen und sich vorerst ein neuen zu Hause suchen.

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Laut einem Fernsehbericht des „MDR“ zufolge geht man davon aus, dass es über ein Jahr dauern wird, bis alle Möbel und Wände von dem Speckkäfer befreit sind. Damit bis dahin nicht doch noch der Abriss droht, muss so schnell wie möglich gehandelt werden. (mkx)