Veröffentlicht inPromi-TV

„Bares für Rares“: Lichter verweigert knallhart Händlerkarte – und schickt Kandidatin zur Behörde

Bei „Bares für Rares“ verweigert Horst Lichter die Händlerkarte – seine Kandidatinnen sollen stattdessen zum Amt gehen.

© Screenshot ZDF

Das ist Bares für Rares

Sie ist eine der beliebtesten Nachmittagsshows im deutschen Fernsehen: Die ZDF-Sendung "Bares für Rares".

Was die beiden Kandidatinnen Julia Steenbock und Christina Überländer bei „Bares für Rares“ erleben, damit hätten sie wohl nicht gerechnet. Die Frauen haben eine Wanzspieldose dabei, doch die bereitet ihnen Stress. Denn obwohl Julia und Christina das Erbstück gerne in der ZDF-Sendung verkaufen würden, macht ihnen Moderator Horst Lichter ein Strich durch die Rechnung.

Der TV-Star verweigert den zwei Freundinnen aus Travenbrück und Hamburg schlichtweg die Händlerkarte und schickt sie stattdessen zum Amt. Was hat es damit nur auf sich?

„Bares für Rares“: Lichter verweigert Händlerkarte

Bares für Rares“-Experte Sven Deutschmanek bemerkt es sofort: „Da wurde ein bisschen Hand angelegt und zum Teil überangelegt.“ Was er damit meint, ist, dass die Wanzspieldose nicht so aussieht wie bei der Anfertigung. Es wurde offenbar einiges verändert und beschädigt.

„Am Deckel ist ein florales Muster, darauf sind einige Kratzer und das Furnier ist beschädigt“, erklärt der Experte. Und auch die Titelliste, die im Inneren des Deckels war, wurde entfernt. An der Seite waren einige Einlegearbeiten, die geschwärzt wurden. Den genauen Hersteller kann der „Bares für Rares“-Experte nicht klar festlegen, wohl aber, dass es sich um eine schweizer Rarität von 1850/1860 handeln muss.

Sven: „Aber das Wichtigste ist, sie funktioniert. Schade ist aber, dass man sie arg überpinselt hat.“ Doch das ist nicht das größte Problem, was sich an dieser Stelle für alle Verantwortlichen von „Bares für Rares“ und auch für die beiden Kandidatinnen ergibt.

Die Wanzspieldose wurde offenbar nämlich aus Palisadenholz gefertigt. „Bei Palisander haben wir das große Problem, ein ganz großes Problem… das darf man heutzutage nicht einfach so verkaufen. Man muss sich in diesem Fall eine Ausnahmegenehmigung vom Vermarktungsverbot holen. Das geht über eine Behörde. Wenn Sie die haben, dann darf man auch handeln“, stellt Sven Deutschmanek klar.

Auch wenn die Expertise von 1.500 bis 2.000 Euro den Wunschpreis der Frauen von 500 Euro weit übertrifft, sind Horst Lichter und Co. die Hände gebunden.


Hier gibt es weitere Themen:


Der Moderator macht den „Bares für Rares“-Kandidatinnen einen Vorschlag: „Ich darf euch die Händlerkarte nicht geben, weil wir dürfen sie nicht handeln. Aber bei einem Wert von 1.500 bis 2.000 Euro unrestauriert bin ich mir sicher, lohnt es sich, einfach mal beim Amt anzufragen. Da bekommt ihr einen Zettel, mit diesem Zettel kommt ihr wieder zu uns.“ Danach wird es weiter in den Händlerraum gehen, wo Julia und Christina hoffentlich den Preis der Expertise erhalten.

Und genau das haben die Frauen jetzt auch vor. Denn an dieser Stelle sind sich alle mit Horst Lichter einig: „Bei dem Wert lohnt sich ein Behördengang.“