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Bürgergeld: Rentnerin zahlt 12 Euro für Ausflug mit Urenkel – „Kann man ruhig mal machen“

In Düsseldorf lebt Getrud von kleiner Rente und Bürgergeld. Eher schlecht als recht. Trotzdem möchte sie ihrem Großenkel Noel Gutes tun.

© RTLZWEI / UFA SHOW & FACTUAL

Was bedeutet eigentlich Grundsicherung?

Der deutsche Staat stellt eine Vielzahl von zusätzlichen Leistungen bereit, um benachteiligte Menschen zu unterstützen. Eine dieser Leistungen ist die Grundsicherung.Wir verraten dir, was die Grundsicherung ist, was du dabei beachten solltest und wie sie sich vom Bürgergeld unterscheidet.

Gertrud lebt seit über 50 Jahren im Düsseldorfer Problem-Bezirk Garath. Dort gibt es viele Bürgergeld-Empfänger. Die Rentnerin wohnt zusammen mit ihrem Ur-Enkel Noel. Bis zur ihrem Ruhestand hat sie in einem Imbiss gearbeitet.

+++ Bürgergeld-Empfänger in Geldnot – „Was soll ich mir denn bald noch leisten?“ +++

Die RTL2-Serie „Hartz und herzlich“ zeigt, wie sie trotz Geldnot versucht, dem zehnjährigen Jungen eine schöne Kindheit zu ermöglichen. Die Mutter von Noel hat zwar das Sorgerecht, aber sie ist drogenabhängig, und das Verhältnis zu ihrem Kind ist leider sehr angespannt.

Rentnerin Gertrud: Fleisch kauft sie nur ab und zu

Zum Glück kümmert sich Getrud rührend um den Jungen, auch wenn das Geld nicht für große Sprünge reicht. Die 73-Jährige bekommt monatlich 480 Euro Rente und 420 Euro Grundsicherung, eine Form des Bürgergelds. Die stark gestiegenen Lebensmittelpreise setzen ihr sehr zu, dabei achtet sie immer auf Angebote. „Inflation ist furchtbar. Das kann man sich echt nicht mehr leisten. Also gibt es nur noch ab und zu Fleisch. Ich esse viel Suppen“, sagt sie in Düsseldorfer Platt.

Sie freut sich sehr, dass ihr Enkel Noel sich in der Schule große Mühe gibt. Das Zeugnis sieht gut aus, in Musik hat er sogar eine 1. Noel spielt Schlagzeug und kann Noten lesen. Zu gerne hätte der 10-jährige ein solches Instrument zu hause zum Üben. Aber „Oma Gertrud“ ist besorgt wegen der Mietwohnung: „Das man im Keller machen und den mit Eierkartons dämmen. Wenn das klappt, kriegt er sein Schlagzeug.“

Großzügig trotz Grundsicherung: „Ich brauche für mich ja kein Geld“

In den Sommerferien ist eine Urlaubsreise ist leider nicht drin, aber die Bürgergeld-Empfängerin hat ihrem Urgroßenkel zwei Pokémon-Videospiele gekauft. Der Junge freut sich riesig. „Wer so ein gutes Zeugnis hat, muss auch was Gutes kriegen“, meint Oma Gertrud, die fast 100 Euro dafür ausgegeben hat, „Ich brauche für mich ja kein Geld.“



Und noch ein weiteres Highlight wartet auf den Jungen, der später vielleicht mal Tierpfleger werden möchte. Gemeinsam machen sie einen Ausflug in den Solinger Vogel- und Tierpark. „Der Vogelpark ist sehr günstig. Wir haben 9 Euro bezahlt und 1 Euro für Vogelfutter. Das kann man ruhig mal machen“, sagt Getrud.“ Sogar 2 Euro für einen herzförmigen Glücksstein aus dem Automaten sind noch drin. 12 Euro also insgesamt. Noel ist glücklich, dass die Oma sich immer so viel einfallen lässt.