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Bürgergeld: Arbeitsloser tönt – „Ihr Idioten geht für mich arbeiten“

Lohnt sich Bürgergeld mehr als Arbeit? Ein Berliner sieht keinen Grund für sich, arbeiten zu gehen: „Du wirst fürs Arbeitengehen bestraft.“

Bürgergeld
© IMAGO/Zoonar

Hartz und Herzlich & Armes Deutschland: Was ist Fake und was nicht?

Millionen sehen bei den Shows von "Hartz und Herlich" oder "Armes Deutschland" Menschen zu, die ganz unten sind. Wir zeigen in diesem Video, was an den Formaten echt ist und was nicht.

Es sind Worte, die wütend machen. In der Folge „Armes Deutschland“, die der TV-Sender RTL Zwei am Dienstagabend (4. Juni 2024) ausstrahlte, kommt der arbeitslose Steven zu Wort. Steven ist 30 Jahre alt, lebt von Hartz 4 (Episode wurde vor Einführung des Bürgergeldes abgedreht). Er lebt von 432 Euro im Monat, die er vom Amt bekommt. Daran ändern möchte der Berliner jedoch nichts. Im Gegenteil, er verhöhnt sogar die Steuerzahler, die ihm seinen entspannten Lebensstil ermöglichen.

„Ihr Idioten geht für mich arbeiten. 432 Euro einfach mal so“, tönt der Arbeitslose ganz offen in die Kameras der Bürgergeld-Doku. Eine Einstellung, die sein bester Freund Gino nicht teilen kann. Der 37-Jährige geht für den Mindestlohn arbeiten. Ein Leben, wie das, das sein Kumpel führt, kommt für ihn nicht infrage.

Bürgergeld: Arbeitsloser verhöhnt die Steuerzahler

„Ich verstehe Steven seine Einstellung überhaupt nicht“, wird der 37-Jährige deutlich. Doch Steven hat eine bewegte Zeit hinter sich. Es gab Ärger mit seinem Stiefvater, daraufhin habe er ihn mit einem Messer bedroht, gibt der 30-Jährige offen zu. Dann sei er zuhause rausgeflogen, wohnt seitdem in einem Wohnheim im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf.

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Einer Arbeit nachzugehen, komme für ihn nicht infrage. „Die Unterkunft bezahlt das Jobcenter. Ich bin auch nicht bereit, ganz ehrlich, dafür arbeiten zu gehen“, sagt Steven offen. Eine abgeschlossene Ausbildung habe er nicht, von daher würde es sich für ihn auch gar nicht lohnen, arbeiten zu gehen.

„Warum sollte ich arbeiten gehen?“

Wenn er nämlich arbeiten gehen würde, bekäme er das Zimmer nicht mehr bezahlt, am Ende würde er trotzdem nur bei seinem bisherigen Hartz-4-Satz herauskommen. „Da sage ich ganz ehrlich: Warum sollte ich arbeiten gehen? Du wirst fürs Arbeitengehen bestraft anstatt belohnt. Man macht sich kaputt, dreißig bis vierzig Jahre für ne Rente … das ist ein Witz“, so Steven.



Gino sieht das ganz anders. Er arbeitet für den Mindestlohn, lebt ebenfalls in der Unterkunft, die auch Steven bewohnt. Er jedoch will seine eigene Wohnung, arbeitet dafür jeden Tag im Garten- und Landschaftsbau. „Im Monat verdiene ich circa 1.200 Euro. Das ist definitiv besser, als zum Jobcenter zu rennen oder rumzubetteln. Arbeiten lohnt sich definitiv in Deutschland“, sagt der 37-Jährige. Eine starke Einstellung!