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Bahnstreik: Will GDL-Boss Weselsky Deutsche-Bahn-Chef werden? „Ich bringe 150 Prozent mehr Eisenbahnsachverstand mit“

Kurz vor dem Bahnstreik überraschte der GDL-Boss mit einer interessanten Aussage. Will er jetzt auch Chef der Deutschen Bahn werden?

© IMAGO/Reiner Zensen

Bahn-Mitarbeiter werden immer öfter angegangen

Jeden Tag sorgen sie in NRW in den Bahnen und Zügen für die Sicherheit der Passagiere, führen Fahrscheinkontrollen durch und entfernen Randalierer. Wir haben ein Einsatzteam bei ihrer Streife begleitet.

Der Bahnstreik legt seit dem frühen Mittwochmorgen (10. Januar) Deutschlands Schienen lahm. Die streikenden Eisenbahner um GDL-Chef Claus Weselsky fordern eine Verkürzung der Arbeitszeiten bei vollem Lohn.

Kurz vor dem Streik ließ GDL-Chef Weselsky mit einer überraschenden Aussage aufhorchen. Will der Vorsitzende der Gewerkschaft jetzt auf einmal die Seiten wechseln und Chef der Deutsche Bahn werden?

Bahnstreik: Deswegen sieht sich Weselsky als besseren Deutsche Bahn Chef

Kurz nachdem der GDL-Chef am Dienstagabend (9. Januar) von einer wichtigen Tagung des Deutschen Beamtenbunds (DBB) kam, wurde er von Reporter Ulrich Klose bei ntv in Empfang genommen und gefragt, ob Weselsky jetzt etwas zu feiern hätte. „Wir könnten feiern, aber der letzte Zug ist abgefahren. Wir müssen jetzt gucken wie wir nach Hause kommen“, sagte Weselsky wegen der ersten Züge, die wegen des Bahnstreiks in der Nacht von Dienstag (9. Januar) auf Mittwoch (10. Januar) ausgefallen sind.

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Im Interview erzählt Weselsky, dass er öfter von den Menschen als Bahnchef angesprochen wird. Aber kann sich der derzeitige Vorsitzende der Gewerkschaft vorstellen, in Zukunft als Chef der Deutschen Bahn zu arbeiten?: „Das will wohl abgewogen sein, dass kann man nicht so einfach mit Ja oder Nein beantworten. Ich bringe auf jeden Fall 150 Prozent mehr Eisenbahnsachverstand ein als das Management der Deutsche Bahn.“

Bahnstreik: Weselsky wurde im ICE bevorzugt

Weselsky sehe den Eigentümer der Deutschen Bahn in der Verantwortung. „Die Eisenbahn muss erstmal auf das reduziert werden auf das, was sie für Deutschland wirklich ist. Nämlich ein Eisenbahnsystem, das funktioniert. Und zwar nicht am anderen Ende der Welt, sondern hier in Deutschland“, so der GDL-Chef.

Weselsky gab noch eine Anekdote aus seinem Arbeitsleben preis. Der Gewerkschafter fährt laut eigener Aussage pro Jahr 70.000 Kilometer mit dem Zug. Da erlebt er öfter mal die ein oder andere Kuriosität.


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Einmal wurde Weselsky in der ICE-Board-Gastronomie bevorzugt. Der GDL-Chef bekam seinen Grünen Tee bevor die anderen Fahrgäste überhaupt erst bestellen konnten. Denn bei den Eisenbahnern ist bekannt, dass Weselsky bei der Arbeit ausschließlich grünen Tee trinkt.