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Lidl, Penny und Co.: Schock-Entwicklung! Kunden werden immer mehr hinters Licht geführt

Kunden von Lidl, Penny & Co. haben es so schwer wie nie. Lebensmittelexperten decken jetzt auf, wie sehr sie hinters Licht geführt werden.

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Discounter und Supermärkte wollen, dass du möglichst viel bei ihnen einkaufst. Dazu werden alle erdenklichen Tricks verwendet. Wir zeigen sie dir in diesem Video.

Ein Begriff, der vor allem im vergangenen Jahr für Aufsehen unter den Kunden von Lidl, Penny und Co. gesorgt hat, ist: „Shrinkflation“. Doch was bedeutet er? „Shrink“ bedeutet schrumpfen und in diesem Fall ist der Inhalt der Produktpackungen gemeint. Allerdings wird dieser nicht nur geringer, der Preis bleibt dabei oft stabil oder steigt sogar noch an.

Ein Beispiel: Das Oreo-Stieleis ist von 110 auf 90 Milliliter Eiscreme geschrumpft, der Preis allerdings nicht. Bei einer Reduktion von etwa 18 Prozent Volumen ist es ziemlich dreist, wenn das Eis immer noch gleich viel kostet.

Ein anderes Beispiel: Der Milchreis von Euryza kommt jetzt statt in einem Kilogramm- nur noch in einem 800-Gramm-Beutel. Dafür kostet er aber 70 Cent mehr – das ist ein Plus von über 60 Prozent! Die Begründung: „signifikanten Kostensteigerungen entlang der gesamten Lieferkette“.

Doch damit nicht genug. Jetzt kommt es für die Kunden von Lidl, Penny und Co. sogar noch dicker.

Lidl, Penny und Co: Immer mehr Mogelpackungen im Handel

Nach dem Ende von 2023 meldet nun die Verbraucherzentrale Hamburg, dass es im letzten Jahr noch mal mehr Mogelpackungen gegeben hätte als 2022 – und zwar deutlich mehr. Die Anzahl sei auf insgesamt 1.000 Artikel gestiegen. Im vergangenen Jahr seien nochmal über 100 Produkte dazugekommen.

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Lebensmittelexperte Armin Valet weiß, wie es bei den Markenherstellern läuft. Fängt einer mit der „Shrinflation“ an, ziehen andere nach. Versteckte Preiserhöhungen sind ein beliebtes Mittel, da sie von den Kunden nicht sofort bemerkt werden. Und irgendwie muss man ja die gestiegenen Kosten tragen.

Lidl, Penny und Co: Kunden wünschen sich Hinweis auf der Packung

Auch wenn der Anteil der Mogelpackungen mit 1.000 von durchschnittlich 15.000 Artikeln im Supermarkt klein ausfällt, ärgert es die Kunden doch ungemein, wenn sie auf die Masche hereinfallen. Viele würden sich gerne einen entsprechenden Hinweis auf den Packungen wünschen.

Die französische Regierung plant bereits einen entsprechenden Erlass Ende März. In Deutschland experimentieren bereits erste Einzelhändler mit Stickern. Netto zum Beispiel hat dafür bisher nur positives Kunden-Feedback erhalten.

Kennzeichnungs-Gesetz in der Mache

Auch Lebensmittelexperte Valet fordert eine Kennzeichnung der Mogelpackungen per Gesetz. Ein solcher Entwurf liegt tatsächlich bereits dem Bundesverbraucherschutzministeriums (BMUV) vor. Dabei geht es vor allem um die Größe der Verpackungen, die trotz schrumpfenden Inhalts gleich bleiben. Das soll mit dem Gesetz verboten werden. Auch auf EU-Ebene wird eine neue Verpackungsverordnung diskutiert.


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Währenddessen warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) davor, Verbraucher würden mit zusätzlichen Kennzeichnungen auf den Produkten nur verwirrt. Der Grundpreis pro Kilogramm oder Liter unter dem Packungspreis sollten den Kunden in den Supermarktregalen ausreichen. Das sei bereits die maximale Preistransparenz, mehr brauche es nicht. (mit dpa)