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Edeka warnt Kunden mit diesem Aushang – dann passiert, was passieren musste

Eine Edeka-Filiale hat Kunden mit einem Aushang gewarnt. Doch mit dieser Reaktion hätte der Supermarkt wohl nie gerechnet.

Edeka warnt seine Kunden mit einem Aushang. Mit der Reaktion hat niemand gerechnet.
© IMAGO/mix1

Sechs Fakten über Edeka

Edeka gehört zu den größten Lebensmittelkonzernen in Deutschland. Die Ursprünge des Unternehmens liegen mehr als 100 Jahre zurück.

Manchmal löst man mit einer scheinbar kleinen Aktion in eine bestimmte Richtung eine große Reaktion in die völlig falsche Richtung aus. Jetzt kann auch Edeka ein Lied davon singen.

Eigentlich wollte der Supermarkt seine Kunden mit einem Aushang nur warnen, aber dann entwickelte sich das Thema komplett anders als geplant.

Edeka Opfer des Streisand-Effekts

Im Jahr 2003 reichte Barbra Streisand eine erfolglose Klage gegen den Fotografen Kenneth Adelman und Pictopia.com ein, um 50 Millionen US-Dollar Schadensersatz zu erhalten. Der Grund dafür war, dass eines der 12.000 Luftbilder der kalifornischen Küste, die im Rahmen des „California Coastal Records Project“ die Küstenerosion dokumentierten, auch ihr privates Anwesen zeigte, berichtet „Watson“.

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Diese Aktion ging aber völlig nach hinten los. Erst durch die Klage gelangte das zuvor völlig unbekannte Foto an mediale Aufmerksamkeit und breitete sich rasant aus. Ab da an wusste plötzlich jeder, wo Streisand wohnt und wie ihr Anwesen aussieht. Der sogenannte Streisand-Effekt ist seitdem als soziologisches Phänomen bekannt. Man nennt es auch umgekehrte Psychologie.

Und genau diese ungewollte Aufmerksamkeit für etwas, was man eigentlich unterbinden wollte, ist jetzt auch einer Edeka-Filiale in Braunschweig zuteilgeworden.

Edeka möchte, dass Selbstscan-Kassen nicht zweckentfremdet werden

Die Edeka-Filiale machte mit einem Aushang darauf aufmerksam, die Selbstscankasse nicht zu zweckentfremden. Geschrieben stand auf diesem Aushang: „Liebe Kunden, wir möchten Sie darum bitten, die Selbstscankasse NICHT als Münzwechselautomaten zu benutzen.“ Viele Kunden dürften bis dato gar nicht gewusst haben, dass diese Möglichkeit überhaupt besteht und sind wohl erst durch den Aushang darauf aufmerksam gemacht worden.

Der Aushang sorgte auf „Reddit“ für angeregte Diskussionen. „Gute Idee, darauf bin ich gar nicht gekommen“, schrieb ein User. Ein weiterer erklärte unter dem Post das eigentliche Problem.


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Der „Reddit“-Nutzer sagte, dass er mal bei einem Unternehmen gearbeitet hätte, bei dem ausschließlich über solche Automaten gezahlt wurde. Es würde dann ein Problem auftreten, wenn Kunden mit so viel Kleingeld zahlen würden, dass der Automat mit dem Zählen nicht hinterherkommen würde.

In der Folge würde der Automat das Kleingeld wieder „ausspucken“ oder es entstehe direkt ein technischer Defekt. In diesem Falle müsse das Gerät dann neu gestartet werden. Das möchte die Edeka-Filiale anscheinend unbedingt verhindern. Hoffentlich wird es nicht zum Streisand-Effekt.