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Strenge Regeln beim EM-Autokorso – wenn Fans das nicht einhalten, wird es richtig teuer

Nach einem Sieg bei der EM 2024 im Autokorso feiern? Das geht natürlich – aber in Deutschland gelten natürlich strenge Verkehrsregeln.

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Während dem Spiel Grillen und ein kühles Bier öffnen – und danach (wenn das Ergebnis stimmt) im Autokorso feiern. Fahnen schwenken, Hupkonzert, Fenster runter! Es ist eine Tradition, die für viele Fußball-Fans zu jedem Turnier fest dazu gehört – so auch bei der EM 2024 in Deutschland.

Doch das Gastgeberland ist neben seiner Fußball-Euphorie auch vor allem für eines bekannt: Strenge Regeln und Behörden, die penibel auf deren Einhaltung achten. Und das ist im Straßenverkehr beim Autokorso natürlich nicht anders. Im schlimmsten Fall droht sogar ein hohes Bußgeld!

Was gilt beim EM-Autokorso?

Marvin Kehrmann, Leiter vom TÜV Nord in Essen, klärt auf. Sein grundsätzliches Fazit klingt vielversprechend: „Es ist alles erlaubt, was sowohl die Sicht der Fahrerin oder des Fahrers als auch technische Einrichtungen in ihrer Funktion nicht einschränkt sowie andere nicht gefährdet.“ Aber der Teufel liegt bekanntermaßen im Detail.

Flatternde Fahnen oder Schals sind nicht verboten, können aber im Fahrtwind gerne mal runterfallen – und andere Verkehrsteilnehmer behindern oder verletzen. „Um wirklich sicher unterwegs zu sein, gilt es immer, die Herstellerangaben genau zu beachten und alle Fanartikel korrekt zu montieren“, mahnt Kehrmann.

Besonders begeisterte Fans ziehen ihrem Auto auch gerne mal einen so genannten „Car-Bikini“, der das ganze Fahrzeug in die Landesfarben taucht, an. Doch der kann „bei Modellen mit integrierten Blinkern oder Assistenzsystemen die Funktionalität beeinträchtigen“, so der TÜV-Experte. Ein Sicherheitsrisiko – das bei einer Kontrolle auch durchaus mit einem saftigen Bußgeld bestraft werden kann.

Hup-Konzert ist Ordnungswidrigkeit

Und dann gibt es noch eine Frage, die sich wahrscheinlich nur die wenigsten Korso-Teilnehmer stellen: Ist ein Hup-Konzert eigentlich erlaubt? Nun, offenbar nicht!

Dauerhaftes Hupen zählt laut TUV-Stationsleiter Kehrmann zu den Ordnungswidrigkeiten – das werde aber „häufig in der Euphorie einer Europameisterschaft toleriert“, erklärt er.


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Na dann sollte ja alles geklärt sein. „Die EM ist ein großartiges Fest, das wir alle ausgiebig feiern wollen“, so Kehrmann und betont: „An erster Stelle steht die Sicherheit.
Wenn sich alle an die Verkehrsregeln halten und Rücksicht auf andere nehmen, wird
die Europameisterschaft für alle ein unvergessliches Ereignis.“